• Rudern 001
  • Rudern 002
  • Rudern 003
  • Rudern 004
  • Rudern 005
  • Rudern 006
  • Rudern 007
  • Rudern 008

Ungefähr 120 Mitglieder unserer Abteilung Rudern haben Spaß daran, gemeinsam auf der Dahme und Spree im Südosten Berlins mit dem Ruderboot unterwegs zu sein, mehrtägige Wanderfahrten auf den schönsten Flüssen und Seen Deutschlands zu unternehmen, hart für Wettkämpfe zu trainieren, an nationalen und internationalen Regatten teilzunehmen oder es sich bei gemeinsamen Feiern und Unternehmungen gut gehen zu lassen.

Unsere Abteilung ist für den Rudersport sehr gut ausgestattet. Wir verfügen über einen großen Bootsbestand an Wettkampf- und Wanderbooten. Für das Training stehen Krafträume, 6 Ruderergometer und Ruderkästen zur Verfügung. Großzügige Umkleiden, Duschen und eine Sauna komplettieren die Ausstattung. Alle Einrichtungen können täglich zwischen 06:00 Uhr und 21:30 Uhr genutzt werden. 

Unsere Abteilung Rudern gehört zu den drei Gründungssportarten des Sportclubs. Während in der Zeit von 1969 bis 1990 der Fokus auf dem Leistungssport lag und hier Spitzensportler trainierten, die viele Siege bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen mit nach Hause brachten, rückte nach 1990 der Breitensport in den Vordergrund. Dazu stellte sich der Verein auf die Wünsche seiner neuen Mitglieder aller Altersklassen ein und beschaffte neue Wanderboote, bildete Ruderanfänger aus und organisierte Wanderfahrten. Doch auch der Leistungssport ist weiterhin präsent: Einige Spitzensportler der Gründungszeit des SCBG nehmen noch heute an nationalen und internationalen Regatten teil und erreichen vordere Plätze in ihrer Altersklasse. 

Seit 1998 gibt es eine aktive Trainingsgruppe schwuler Ruderer und lesbischer Ruderinnen in der Abteilung. Sie bildet viele Ruderanfänger aus, unternimmt Wanderfahrten und trainiert für internationale Wettkämpfe wie die Gaygames und Outgames. Dort errangen unsere Mitglieder viele vordere Plätze.

Von Rudern spricht man, wenn ein Wasserfahrzeug mit Muskelkraft unter Zuhilfenahme von Riemen oder Skulls vorwärts bewegt wird.

Das Rudern kannte man bereits im antiken Griechenland, später bei den nordamerikanischen Indianern und auch in Polynesien. Überliefert ist, dass bereits im Mittelalter Bootswettfahrten durchgeführt wurden, so vor allem in Italien. Die erste Gondoliere-Regatta fand 1315 statt. Der heutige moderne Rudersport entstand in England. 1750 wurde das erste Bootsrennen auf der Themse durchgeführt. Bekannt ist auch das berühmte Achterrennen der Universitäten Oxford und Cambridge, welches erstmals 1829 ausgetragen wurde. 

Die heutigen Rennboote sind das Ergebnis von technologischen Neuerungen, bestehen aus leichten Materialien, sind sehr schmal gebaut, haben eine glatte Außenhaut, Kielflossen, Rollsitze und Ausleger. Bei den heutigen Rennbooten unterscheidet man in die Riemenboote und die Skullboote. Bei den Riemenbooten bedient jeder Ruderer nur eine Ruderstange, eben Riemen genannt. Diese wird mit beiden Händen bewegt. Das Riemenboot wird in den Bootsklassen

  • Zweier ohne Steuermann/-frau (2-), 
  • Zweier mit Steuermann/-frau (2+), 
  • Vierer ohne Steuermann/-frau (4-), 
  • Vierer mit Steuermann/-frau (4+) sowie 
  • Achter (8+) 

gefahren. Beim Skullboot bewegt jeder Ruderer ein Ruderstangenpaar, Skulls genannt, gleichzeitig, d. h. synchron. Diese Boote werden in den Kategorien

  • Einer (1x), 
  • Doppelzweier ohne Steuermann/-frau (2x) und 
  • Doppelvierer ohne Steuermann/-frau (4x)

gerudert. Das Einerboot wird auch Skiff genannt. Für weitere technische Informationen folge einem unserer Links.

Die Vorteile des Ruderns sind vielfältig. Das liegt in erster Linie an der perfekten Kombination aus: Ausdauersport und Krafttraining, Mannschaftssport mit Teamgeist, Naturerlebnis und Entspannung sowie Gesundheitsvorsorge.

Rudern als Ausdauersport und Krafttraining

Gerudert wird in Trainingseinheiten, bei Ausfahrten oder Wanderruderfahrten über eine oder mehrere Stunden hinweg. Dies fördert die Ausdauer und stärkt Beine, Arme, Schultern, Bauch und Rücken sowie die Gesäßmuskulatur gleichermaßen.

Rudern als Naturerlebnis und Entspannung

Du ruderst auf Seen und Flüssen mitten durch ausgedehnte Wälder im Südosten Berlins, fernab von der hektischen Großstadt. Du erlebst völlige Ruhe, nur unterbrochen von deinem Ruderschlag, dem Zwitschern der Vögel und dem leisen Wind. Du kannst Rudern mit dem Badengehen, Picknicken und Wandern an den schönen Berliner und Brandenburger Seen und Flüssen verbinden.

Rudern als Mannschaftssport mit Teamgeist

Erlebe die Freude beim Erreichen gemeinsamer Ziele wie der Sieg bei einer Regatta, einer Ausfahrt mit perfekter Ruderbewegung oder dem gemeinsamen Bewältigen langer Etappen auf Wanderruderfahrten. Alle gemeinsam bewegen sich harmonisch im Rhythmus des Schlagmanns oder der Schlagfrau. Dabei spürst du die eigene Kraft und die Kraft deiner Mannschaftsmitglieder. Gemeinsam vollbringt ihr mehr, als die Summe der Einzelnen erwarten lässt.

Rudern als Gesundheitsvorsorge

Der Rudersport kann in allen Altersstufen betrieben werden. Dabei fördert die gleichmäßige Belastung aller Körperteile und stärkt die Muskulatur im gesamten Körper sowie das gesamte Herz- und Kreislaufsystem. Dennoch werden Gelenkte geschont und das gesamte Verletzungsrisiko ist verhältnismäßig gering.

Zum Seitenanfang