• Drachenboot 008
  • Drachenboot 004
  • Drachenboot 007
  • Drachenboot 003
  • Drachenboot 006
  • Drachenboot 002
  • Drachenboot 005
  • Drachenboot 001

Und da ist es wieder passiert, die Sommerferien sind voll am Laufen und die Paddler daher eher rar gesät. Aber was würden wir alle ohne Freunde machen. So ist es auch beim Drachenboot. In diesem Falle muss man sie Crying Sharks nennen und man darf auch hier berechtigter Weise sagen, es sind alle tolle Paddler und vor allem Menschen.

Nach dem wir am Anfang des Jahres unseren Regattakalender beschlossen hatten, konnte sich jeder für die jeweiligen Events eintragen. So wurde auch schnell klar, dass zum Termin in Jessern leider kein eigenes Boot an den Start gehen konnte. Doch mit unseren Freunden von den Crying Sharks sollte ein volles Boot zu Stande kommen.

Am Samstag dem 26.07. war es dann soweit, die Autos wurden bepackt und jeder stellte sich auf einen langen Tag mit Übernachtung ein. Dazu aber später mehr. Früh um sieben Uhr starteten die Motoren und alle machten sich auf in das circa 100km entfernte Jessern. Viele kannten die Regatta vor Ort schon und für einige war es totales Neuland. Für die "Rum"-Redaktion in jedem Fall Neuland!

Wie soll man es beschreiben, man fährt durch die Idylle Brandenburgs und denkt man fährt in den Urlaub an den Schwielochsee. Eine Anreise im Dicken Nebel, in einer Traumlandschaft, um dann am Veranstaltungsort vor einem kleinem See zu stehen! Der Schwielochsee? Der soll doch so groß sein!? Ja er ist es, doch dieser Teil ist ein ganz kleiner Zipfel davon.

8:30 Team Captain Meeting, alles klar! Es wird auf drei Bahnen gefahren, drei Qualifikationsläufe und die schlechteste Zeit gestrichen. Danach wird addiert und die Finals gesetzt. Eigentlich ganz einfach und daher kein Problem. Erster Start im ersten Rennen, daher keine Zeit zum rumsitzen. Der Captain Backe gibt die Besetzung bekannt und alle sind heiß.

Es gibt immer Schwierigkeiten, wenn man nicht mit einer eingefahrenen Besetzung an den Start geht. Aber mit viel positiver Energie gingen wir die Sache an und siehe da 01:04;6min. Tolle Zeit im ersten Lauf mit Verbesserungspotenzial! Im zweiten Lauf ein paar taktische Veränderungen, damit man die 250m besser überstehen kann. Auch hier ein super Lauf, vom Gefühl viel besser als der erste, doch die Zeit etwas langsamer01:05;2. Nun ja was solls, es gibt ja bekanntlich noch einen dritten Lauf. Derzeit würden wir B-Finale fahren und auch das wäre sehr ordentlich. Bei Gegnern wir der Freakshow, NCC, Ohne Takt, dem Fliessexpress, Keine Ahnung, so waren auch auf diesem Event nicht nur Spaßteams am Start. Also das dritte Rennen sollte nun alles entscheiden. Are you ready attention go!!! Start, Übergang und dann lasst es fliegen! Das Boot ist geflogen, so dass wir letztlich mit einer Zeit von 01:03;555 die Ziellinie überquerten, zweit schnellstes Mix-Boot.

Über den Tag war die Stimmung super und es sollte nicht abreißen. Immer wieder der Gebrauch von Worten wie Toll, Geil und Klasse. Man war sich einig, mit dem Einzug in das A-Finale sollte alles was jetzt passierte nur noch Zugabe sein. So bereitete man sich dann auf ein Finale vor in dem man gegen zwei vermeidlich unschlagbare Boote antrat. Der Fliessexpress, welcher sich dieses mal als Olsenbande gemeldet hat und die NCC-Baudrachen, welche derzeit einen Lauf haben. Das Rennen lief Spitze ein sehr guter Start und bis circa 200m die Nase vorn. Leider ohne Kontakt zu den Gegnern, da diese sehr weit links neben uns fuhren. Nun ja denn Bahnnachteil unter Land ist es dann wahrscheinlich zu verdanken, dass wir im Flachwasser den kleiner Anker werfen mussten, aber bis zum Ende kämpften. Letztlich sagte der Steuermann durch und jedes Boot schaute sich um und keiner wusste wer gewonnen hatte. Auf der vermeintlichen Ziellinie, die Bojenkette, waren alle auf einer Höhe. Doch die Entscheidung sollte erst auf der Siegerehrung preis gegeben werden.

Alle waren happy über das Rennen, es sollte sich hier nur um hundertstel Sekunden gehandelt haben. Was sollen wir sagen, es war ein toller Tag! Bei der Siegerehrung wurden wir dann zwar als dritter Aufgerufen, aber dass war uns egal, denn wir wussten, wir haben alles gegeben. Einziger Wermutstropfen war, dass wir erst am Ende der Veranstaltung wussten wo die Ziellinie ist, dass Zielfoto ergab, dass die Linie eine Bootslänge hinter der Bojenkette war. Schade eigentlich, aber einen Grund mehr im nächsten Jahr wieder zu kommen und alles richtig zu rücken.

Und nun noch zum Abschluss das Abendprogramm, Party, Party, Party!!! Erst an unserem Zelt mit Beschallung aus dem Auto, nur so, der ganze See hatte etwas davon und dann ab 21:30Uhr die richtige Party. Es ist schon unglaublich, wenn alle Drachenbootsportler auf einmal weg sind und alles leer ist. Man denkt sich nur, was soll dass für eine Party werden, aber wenn dann plötzlich die Massen wieder einreiten. Einfach nur toll! Der Tanz wurde durch ein Drachenbootteam eröffnet, und der DJ war begeistert! Ratet mal wer das war!? Na wir natürlich! Danach war die Tanzfläche stetig gerammelt voll. Ein kleiner Höhepunkt des Abends was die Polka; zu Annemarie schwebten alle in Badelatschen, Pumps und Co über da Parkett. Wer wann im Bett war, dass weiß vermutlich keiner mehr,...

Danke an alle die dabei waren, die Drachenboot Redaktion hat einmal mehr gesehen warum wir alle diesen Sport lieben!!!

Zum Seitenanfang