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Anspannung machte sich am vergangenen Wochenende auf der Regattastrecke im ungarischen Szeged breit. Wo sonst bis zu 30.000 Zuschauer den Kanuten zujubeln, kämpften die Sportlerinnen und Sportler dieses mal vor leeren Rängen um die Tickets für Olympia in Tokio. 

Für den SCBG waren dieses mal gleich 4 Athletinnen und Athleten am Start.

Im ersten Finale konnte Conrad Scheibner im Einer Canadier über die olympische 1000m Distanz die Konkurrenz überraschen. Nach taktisch geprägten Vor- und Zwischenläufen ließ der 24-jährige Sportlsoldat dem Rest der Weltspitzeathleten keine Chance. Mit genau 2 Sekunden Vorsprung konnte er sich über seinen ersten Weltcupsieg im C1 freuen. Er ist nun in Tokio einer der Mitfavoriten um die Podestplätze.

Im Zweiercanadier über 1000m ging Tim Hecker gemeinsam mit dem Potsdamer Sebastian Brendel an den Start. Für beide war die Olympiateilnahme vor den Rennen in Szeged noch nicht sicher. Umso mehr war Tim dann erleichtert, als er mit seinem Partner nach einem unwiderstehlichen Endspurt als Erstes die Ziellinie überquerte. "TOKIO" schrie der 23-jährige Bundespolizist so laut im Ziel, dass es sogar in den Übertragungen zu hören war. Auch Tim wird in Tokio mit Medaillenchancen an den Start gehen. 

Ebenfalls für Tokio konnte sich Felicia Laberer qualifizieren. Die 20-jährige Auszubildende zur Bürokauffrau schaffte im K1 über 200m den 5. Platz und wird bei den Paralympischen Spielen in Tokio an den Start gehen. Für die jüngste im DKV-Aufgebot für Tokio ist das nach nur 3 Jahren im Kajak ein Riesen Erfolg. 

Am Sonntag Abend konnte Moritz Adam dem Wochenende die absolute Krone aufsetzen. Im Einer-Finale über 500m lag er lange im Feld der routinierten Canadierfahrer. Auf den letzten 100m konnte er sich aber leicht vom Feld absetzen und feierte ebenfalls seinen ersten Weltcupsieg. Für den 21-jährigen Bundespolizisten geht es nun in die Vorbereitung zu den U23 Europa- und Weltmeisterschaften.

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