• Kanuwandern 001
  • Kanuwandern 002
  • Kanuwandern 003
  • Kanuwandern 004
  • Kanuwandern 005
  • Kanuwandern 006
  • Kanuwandern 007
  • Kanuwandern 008

Am letzten Novemberwochenende 2011 fand die dienstälteste Winterfahrt mit Organisatoren aus dem Spree-Dahme-Bereich statt. Es ging wie bereits seit 33. Jahren von Fürstenwalde nach Erkner. Es ist auch eine Fahrt mit sehr häufig wechselnden Quartieren. Wir haben schon in Fürstenwalde, am Stienitzsee, in Grünheide, in Hangelsberg und in Erkner in den verschiedenen Schulen und Turnhallen geschlafen. Abhängig war das immer von der Zugänglichkeit der verschiedenen Schuldirektoren und deren Verständnis für unsere Wünsche. Haben sie uns vor der Wende noch in Klassenzimmern untergebracht, ist es heute schon schwierig überhaupt eine Turnhalle zu bekommen. Aber dem Fahrtenleiter Jörg Stampe ist es immer wieder gelungen, einen verständnisvollen Direktor zu finden, der uns seine Turnhalle freigegeben hat.

So trudelten also am Freitagabend in diesem Jahr etwa 75 Teilnehmer in Hangelsberg ein.

Treffpunkt war im Bürgerhaus. Das haben sich die Bürger von Hangelsberg nach der Wende als zentralen Treffpunkt für ihre Ortsveranstaltungen geschaffen. Alles sehr neu und nobel (ganz im Gegensatz zu ihrer abgeranzten Turnhalle). Gleich nebenan kann man in der Gaststätte Jägerhof noch gut speisen. 

Am nächsten Morgen trifft sich alles so gegen 10:30 Uhr beim Ruderverein in Fürstenwalde. Sein Boot konnte man schon am Freitagabend dort ablegen und früh mit dem Regiozug zum Start fahren. Nach der kurzen Eröffnung geht es dann gemütlich zur Großen Tränke. Dort haben die fleißigen Berliner Kanubären bereits ordentlich gegrillt und Glühwein heiß gemacht. 

Nach der ausgedehnten Mittagspause geht es nur noch wenige Kilometer bis nach Hangels-berg, einige fahren auch weiter bis Spreeau. Bis zum Abend reicht die Zeit noch für einen kleinen Mittagsschlaf. Die Turnhalle hat auch Sanitärräume im nostalgischen Ostcharm. Nur die Armaturen sind inzwischen Hightech, ich habe tatsächlich ein paar Sekunden gebraucht, um die Technik zu kapieren.

Am Abend strömt alles wieder ins Bürgerhaus. Die Kanubärenköchinnen und –köche haben inzwischen ein tolles Büffett angerichtet u. a. mit fünf unterschiedlichen Suppen, wie Kürbissuppe, Saunasuppe, Soljanka, Zwiebel-Lauch-Suppe…

Nachdem alle satt sind, zieht der DJ seine Regler hoch. Die Generation 60+ verlässt dann fluchtartig den Saal, aber die „Jüngeren“ können nun ordentlich abrocken. An der Theke gibt es reichlich Getränke zum Selbstkostenpreis, also Gewinn haben die Bären da nicht gemacht. Weit nach Mitternacht wanken die Letzten in Ihre Quartiere.

Am Sonntagmorgen ist wieder großes Treffen im Bürgerhaus zum Frühstück. Die Bären haben schon fleißig Kaffee gekocht und für die Teetrinker ist auch heißes Wasser da. Einige pendeln danach ihre Autos nach Erkner, ich selbst nutze wieder die Regiobahn.

Leider scheint heute keine Sonne mehr, dafür ist es etwas windig. Aber gegen Mittag lässt der Wind nach, so dass man ohne Probleme bei ganz schwachen Rückenwind und 9 Grad übern Dämeritzsee kommt.

Ach ja, die Biber. Zwischen Große Tränke und dem Zeltplatz Jägerhof sind an unzähligen Bäumen am Ufer die typischen und frischen Biberspuren zu erkennen. Gibt es an der alten Spree bald keine Bäume mehr? Beachtlich ist nur, dass trotz der vielen Paddler auf der Alten Spree die Biber sich angesiedelt haben (mal so als Argument gegenüber evtl. „grünen" Sperrabsichten).

Zum Seitenanfang