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1996 haben wir das erste Mal die Gepäckfahrt auf der Müggelspree in der jetzigen Form organisiert. Seit dieser Zeit erfreut sich diese Fahrt allergrößter Beliebtheit. Sie bietet nämlich alles, was das gute alte Wasserwandern ausmachte. Das gesamte Gepäck muss im Boot mitgeführt werden. Es wird an einem idyllischen Fleckchen gezeltet. Abends gibt`s natürlich ein romantisches Lagerfeuer. Gegrillt wird selbstverständlich auch am Lagerfeuer und nicht über den ansonsten mitgeführten Holzkohlegrills.
Nur Eines war in diesem Jahr anders. Wegen des vielen Regens war es unsere erste Paddeltour im Juni. Das Hochwasser von vor zwei Wochen im Spreewald war inzwischen an der Großen Tränke angekommen. Hier war immer noch die Hochwasserstufe 1. Ohne die kleinste Plätscherwelle konnten wir mühelos das Wehr passieren.
Am Wehr Große Tränke zweigt die Müggelspree vom Oder-Spree-Kanal ab und fließt nahezu na-turbelassen und unablässig mäandrierend in westliche Richtung und mündet bei Erkner in den Dämeritz-See.

Ralle, der Fahrtenleiter, hat wieder vorbildlich die erforderlichen Pendelautos, das Mittagessen in der Jägerbude (ein Restaurant am unteren Ende der Müggelspree) organisiert und am Ziel den Kanuverein Erkner informiert, damit wir am Sonntag alles wieder verladen können. 
Am Samstagmorgen, gegen 10.00 Uhr, treffen sich 15 Sportfreunde in Fürstenwalde auf der Wiese neben dem Fürstenwalder Ruderverein. Leider ließen sich einige Sportfreunde vom Wetterbericht blenden und sagten noch kurzfristig ab. Es hat nur einmal am Sonnabendnachmittag für 10 Minuten geregnet, nicht mal das Feuer wurde dabei gelöscht. Hallo, Sportfreunde, sind wir nur noch Schönwetterpadddler?
Gemütlich paddeln wir 5 km bis zur Großen Tränke, denn hier ist erst mal Mittagspause.
Anschließend sind noch etwa 10 km bis zu unserem Biwakplatz zu absolvieren. Dank des hohen Wasserstandes hat die Alte Spree heute eine flotte Strömung, ohne uns die Arme raus zu reißen, kommen wir mit 7…8 km/h voran. Und weit vor der Kaffeezeit haben wir das heutige Ziel erreicht. Dank des Hochwassers können wir problemlos anlanden. Unsere alte Feuerstelle liegt bereits unter Wasser, so müssen wir leider etwas oberhalb eine bereits neu angelegte Feuerstelle nutzen.
Anschließend ist Holzaktion. Die kräftigen Männer durchforsten den nahen Wald (nur) nach Bruch-holz, welches anschließend in handliche Stücke zersägt wird.
Mit der ersten Glut werden Steaks und Bratwürste gegrillt. Zu später Stunde gibt es dann noch Stockbrot zu Bier und Wein.
Natürlich wird das Feuer am Ende des Abends und vor der Abfahrt wieder sorgfältig gelöscht.
Am nächsten Morgen wird nach dem Frühstück alles in den Booten verstaut und gegen 10.00 Uhr sitzen wir in unseren Booten. Der aufflauende Wind kann uns in dem nicht sehr breiten und mäandrierenden Gewässer wenig anhaben und so kommen wir wieder gut voran.
In den letzten Jahren wurden einige Altarme wieder geöffnet, so dass sich die Strecke von der Großen Tränke bis zur Mündung in den Dämeritz-See um etwa 4 km auf rund 32 km verlängert hat. Heute können wir dank des Hochwassers alle Abkürzungen problemlos nutzen. Nur Christel, die als Erste ins Wasser geschoben wurde, akzeptiert die angebrachten Pfeile und wird anschließend von Ralle langsam wieder ans Hauptfeld herangeführt.
Längs des Flusses wurden sehr viele von den Bibern angenagte Bäume gefällt. Darüber hinaus haben einige der letzten Unwetter viele der alten Weiden gänzlich geknickt bzw. es sind große Äste abgebrochen. Zum Glück ist der Fluss heute sehr breit, so dass die ins Wasser gefallenen Bäume nicht stören.
Nach zwei Stunden haben wir kurz nach der Autobahnbrücke den Campingplatz Jägerbude erreicht, wo die bestellten Plätze auf uns warten. Auch hier können wir mühelos ob des hohen Wasserstandes aussteigen.
Inzwischen hat der Wind nachgelassen, so dass wir mit offener Luke über den Dämeritz-See zum Kanuverein Erkner paddeln können.
Anja und Ralle bringen die Kraftfahrer nach Fürstenwalde. Und schon gegen 16.00 Uhr fahren wir von Erkner zu unserem Bootshaus.

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