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Wer weiß noch, wann wir die erste Elbefahrt in der jetzigen Form durchgeführt haben? Es war 1996. Allerdings musste sie 2002 leider wegen des Elbhochwassers ausfallen. Und einmal haben wir den Versuch nach Meißen zu paddeln, wegen des heftigen Gegenwinds kurz nach dem Blauen Wunder abgebrochen. Da die Autopendelei nach Meißen über zwei Stunden dauert und da auch wegen des Dresdner Stadtfestes kein schnelles Durchkommen durch das Dresdner Zentrum möglich ist, paddelten wir immer am Sonnabend die auch schönere Strecke von Bad Schandau bis Dresden-Blasewitz. 

Auch in diesem Jahr hatte die Elbe Ende Mai, Anfang Juni wieder ein gewaltiges Hochwasser. Aber bis zu unserem Elbefahrttermin waren alle Schäden beseitigt und der Pegel war, auch wegen des heißen Julis, auf 1,16 m gefallen.

Und für unsere Elbefahrt war wieder Sommer versprochen worden, und das Versprechen wurde gehalten. (Geregnet hat es erst am Sonntagabend, aber da waren wir bereits wieder in Berlin.) Bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und leichtem Rückenwind konnten so die 38 km zwischen unserem Einsatzort Bad Schandau (Höhe Bahnhof) und der Kanustation Verein für Kanusport in Dresden am Elbkm 48,6 in 5 Stunden zurückgelegt werden.

26 Paddler starteten gegen 10.30 Uhr in Bad Schandau. Da an dieser Stelle auch ein Kanuverleiher seine Boote zu Wasser lässt, geht es hier immer etwas hektisch zu, aber bis Königstein ist die Truppe wieder zusammen.

Als wir uns Rathen näherten, lag die Gierfähre am linken Ufer und die Fahrgäste waren beim Zusteigen. Also hieß es rechts zu fahren, um keine Bekanntschaft mit dem Fährseil zu machen. Unseren Elbneulingen wird dabei noch, auch als Hinweis für künftige Befahrungen, die Funktionsweise einer Gierfähre erläutert. 

Hinter Rathen bis Wehlen kommt der schönste Abschnitt dieser Tour. Auf der rechten Seite fahren wir am beeindruckenden Felsdefilee der Bastei vorbei.

Nach 18 km legen wir zur Mittagszeit linkselbisch am Gasthof Obervogelgesang an. Der Gasthof hat auf der Elbwiese einen großen Imbissstand für Getränke und einem einfachen Speisenangebot aufgestellt, der von den Wassersportlern und den Radfahrern des Elberadwegs eifrig genutzt wird. Kurz nach 13 Uhr starten wir zur zweiten Halbetappe. 

Am km 37,4 mündet von rechts die Wesenitz. Der Bach ist eiskalt, aber im Gegensatz zur Elbe sehr sauber und demzufolge bei den heutigen Temperaturen für eine Badepause bestens geeignet. Nach dieser kleinen Erfrischung geht es weiter elbabwärts und nach einer halben Stunde und 6 km fahren wir am Schloss Pillnitz vorbei.

Das Schloss mit seiner bis ins Wasser reichenden Freitreppe ist immer wieder einer der Höhepunkte dieser Fahrt. Gegen 15.30 Uhr haben wir den Verein für Kanusport Dresden erreicht. Nach dem Kaffeetrinken starten die Pendelautos mit den Kraftfahrern, um unsere Autos wieder in Bad Schandau abzuholen.

In diesem Jahr gibt es einen weiteren Höhepunkt. Sabine und Wolfgang geben zu Ehren ihres 70. Geburtstags ein großes Fest. Ihre Enkeltochter Saskia hat den ganzen Sonnabend in der Küche einiges vorbereitet und steht auch am Abend am Grill. Wir nutzen die Tische an der Elbseite. Da am gleichen Wochenende auch das Dresdner Stadtfest stattfindet, fährt am Abend eine kleine Dampferparade – alle Schaufelraddampfer und die beiden Flaggschiffe „August der Starke“ und „Gräfin Cosel“ an unserem Standquartier vorbei.

Für den Sonntag hat der Fahrtenleiter wieder ein neues Ziel für unsere Wanderung in die Sächsische Schweiz ausgesucht. Vom Parkplatz in Gorisch wandern wir zum Gorisch-Fels. Der Wald spendet ausreichend kühlen Schatten, aber geschwitzt haben wir trotzdem ganz schön. Bald sind wir am Fuß des Gorisch angekommen. Über steile Treppen geht es nun den Felsen aufwärts. Bald sind wir an der Stelle angekommen, wo es nur über mehrere Leitern nach oben geht. Hier versagen selbst Lilli und Branko ihre vier Pfoten und sie müssen nach oben getragen werden.

Hochrot im Gesicht und nach Luft japsend sind wir endlich oben angekommen. An mehreren Aussichtspunkten können wir die Aussicht in Richtung Elbe genießen. In östlicher Richtung sehen wir gegenüber bereits unser nächstes Ziel, den Papststein. Aber erst mal geht es wieder über einige Stiegen abwärts.

Nach Querung der Straße Gorisch – Papstdorf geht es über bequeme Treppen wieder aufwärts bis zur Gaststätte. Leider hat hier ein Drittel der Wanderer auch nach 1 Stunde und 40 Minuten immer noch kein Essen bekommen, so dass sie entnervt aufgegeben haben und die Wanderung mit knurrendem Magen fortsetzten.

Bergab geht es wieder über (relativ) bequeme Treppen und anschließend durch den Wald zurück bis Gorisch. Die Wanderstrecke betrug nur 7010 m, hatte aber 300 Höhenmeter. Am Montag hatten einige Sportfreunde einen kleinen Muskelkater in den Beinen.

Übrigens: Wir waren auf der Heimfahrt noch in der Obstscheune in Krietzschwitz. Das Kilo Äpfel für 1,30 € und die Schale Pflaumen für 1,-- € fanden wir sehr preiswert und das Obst hatte noch Geschmack. Antje und Frank (zwei der Unversorgten) bekamen dort auch noch was zum Essen.

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