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Die 35. Weihnachtsfeier fand in diesem Jahr in der Jugendherberge Bremsdorfer Mühle statt. Wir wohnten in dem vor einigen Jahren neu errichteten Bettenhaus Vogelnest. Die Zimmer haben 2 oder maximal 4 Betten, alle mit Waschraum und separater Toilette ausgestattet.

Wir konnten uns im ganzen Haus ausbreiten und hatten somit fast luxuriöse Unterkünfte. Es fehlte nur noch der Fernseher im Zimmer, dann wär‘s ein Zwei-Sterne-Hotel. Das heutige Niveau der Jugendherbergen hat allerdings auch seinen Preis und ist mit den 50-Pfennig-Unterkünften von vor 30 Jahren nicht mehr vergleichbar.

Wegen des Sturms „Xaver“ und einiger Schneeschauer reisten einige Sportfreunde erst am Sonnabend an. Aber die meistens waren bis zum Abendbrot eingetrudelt. Danach konnten wir bei einigen Flaschen Wein und „lustigen Spielen“ den Abend verbringen.

Am Sonnabendvormittag wurde gewandert. Auf einem 9,2 km langen Rundweg ging es um den Großen Treppelsee. Der Weg war überwiegend trocken, so genügten heute leichte Wanderschuhe. Allerdings hatte der Sturm doch viele kleine und größere Äste von den Bäumen gerissen, die nun auch auf unserem Wanderweg lagen. Auch ein Baum musste überklettert werden. Unser Freund, der Biber, hat sich nun bereits schlaubeaufwärts bis in den Treppelsee vorgearbeitet. Besonders am Nordostufer hat er an zahlreichen Bäumen seine Spuren hinterlassen.

Pünktlich waren wir wieder zurück. Dort wartete schon das Mittagessen, Fischfillet mit Kartoffelbrei – und alles Bio.

Nach der Mittagsruhe begann dann um 15.30 Uhr unsere Weihnachtsfeier. Vorher konnte man noch seine Julklapgeschenke bei unseren langjährig erprobten Weihnachtsengeln Christel und Ulla abgeben. Die Feier wurde stimmungsvoll eingesungen, mit der instrumentalen Untermalung durch Manuel.

Bei Kaffee und Weihnachtsgebäck warteten wir alle gespannt auf den Weihnachtsmann (?). Aber die Rentiere des Weihnachtsmannes hatten sich verflogen und waren in Grönland gelandet. Aber sein Weihnachtsengel vom Himmel hoch hatte den Weg zu uns gefunden. Natürlich musste man auch dem Weihnachtsengel und den Sportfreunden einen kulturellen Beitrag bieten, um sein Päckchen zu bekommen. Heute war wieder alles dabei, es wurde viel gesungen, Gitarre und Weihnachtsstimmung für Paddler  Blockflöte gespielt, stimmungsvolle und leicht blutrünstige (Jörg wieder) Gedichte aufgesagt, lustige Geschichten vorgelesen und plattdütsch gesnakt.

Die Weihnachtsfeier soll auch immer ein Dankeschön an die ideenreichen Fahrtenleiter und die vielen Unterstützer durch tausend kleine Hilfen sowie der begeisterten Teilnahme vieler Sportfreunde bei unseren vielfältigen Veranstaltungen sein. Deshalb ist es bisher Ziel des Wanderwartes gewesen, den Eigenbetrag der Mitglieder für diese Fahrt so gering wie möglich zu halten.

Nach dem Abendbrot wurde in diesem Jahr gespielt, und zwar verkehrtes Julklapp oder auch Schrottwichteln. Vorher kam aber doch noch der Weihnachtsmann. Der alte Sack hatte es tatsächlich noch geschafft uns zu finden. Stinkbesoffen torkelte er zu uns rein, verführte unseren Jörg zum mitsaufen und kippte anschließend die Pakete zum Wichteln auf den Tisch. Unter großem Gejohle haben wir dann den Weihnachtsmann wieder verabschiedet. Hoffentlich hat er sich anschließend wieder in den hohen Norden verzogen und hat in seinem Zustand nicht noch andere Kinder erschreckt.

Dann ging‘s ans Wichteln. Nachdem alle eine 6 gewürfelt hatten und sich ein Paket ihrer Wahl von mitten des Tisches genommen hatten, wurde ausgepackt. Tolle Sachen kamen da zum Vorschein, u.a. Weltliteratur, ein exquisites Käsemesserset, eine chinesische  Teekanne, ein noch original verpackter Benzinkocher, ein Tassenset und viele weitere außerordentliche Geschenke. Nun wurde exakt eine Stunde weiter gewürfelt. Wer eine 6 hatte, konnte und musste sein Geschenk gegen ein anderes tauschen. Einige „begehrte“ Artikel wechselten so unter großem Gejohle mehrmals ihren Besitzer. Allerdings hatten ein paar Sportfreunde Julklap und „wichteln“ nicht ganz verstanden. Wir werden es im nächsten Jahr nochmal rechtzeitig ganz genau erklären.

Am Sonntagvormittag gab es erst das obligatorische Gruppenfoto. Eine kleine Bitte fürs nächste Gruppenfoto: Schaut alle ganz freundlich zum Fotografen, versteckt Euch nicht, schaut nicht zur Seite, putzt nicht gerade die Nase und haltet die Augen offen. 

Danach ging’s in unsere Fahrzeuge und wir fuhren etwa 15 km nach Henzendorf zum Findlingspark. Im Jahre 1992 wurde begonnen, nach historischen Vorlagen von Künstlern große Findlinge gestalten zu lassen. Als Grundlage wurden 1000 Findlinge aus den Tagebaugebieten Nochten und Döbern genutzt. Die Kopien hethitischer und keltischer Kunst wurden durch die polnischen Künstler Kazimierz Krewniak und Adam Sobiraj geschaffen. Nach dem Umzug des ersten Findlingsparks in die Heide von Henzendorf, übernahm der ortsansässige Landschaftspflegeverband die Trägerschaft im Jahre 1997. Die gestalteten Steine finden sich auf vier Hektar Fläche als Dauerleihgabe der Künstler. Die Steine wurden geordnet nach hethitischen, germanischen und keltischen Motiven.

Entlang des etwa drei Kilometer langen Weges von Henzendorf nach Reicherskreuz sollen über 2000 Findlinge auf dem Weg der Steine die menschliche Entwicklung der letzten 2000 Jahre dokumentieren. Einige dieser Findlinge zeigen durch Bearbeitung die Sicht der Künstler auf die Zeitgeschichte. Im Herbst 2007 wurde der geologische Lehrpfad eingeweiht. Detailliert beschriftete Steine geben Einblick zur Gesteinsart und dem Ursprung der Findlinge. Der Leitgeschiebebestand stammt überwiegend aus der umliegenden Feldflur und wurde durch Findlinge aus dem ehemaligen geologischen Lehrpfad bei Eisenhüttenstadt und dem Tagebau Jänschwalde ergänzt, um dem Besucher einen Einblick in die Gletscherbewegung der pleistozänen Vereisung zu geben

Rechtzeitig zum wohlschmeckenden Mittagessen waren wir wieder zurück

Nach dem Essen gab es dann die große Jahresendverabschiedungsszene mit allen guten Wünschen für Weihnachten und den guten Rutsch ins nächste Kanutenjahr.

Zur nächsten Weihnachtsfeier treffen wir uns in der JH Wandlitz.

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