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Am Mittwoch reisten 9 Sportfreunde nach Lüneburg, 3 Sportfreunde kamen am Donnerstag Mittag. Wir waren beim Lüneburger Kanuclub zu Gast. Strategisch günstig gelegen, 5 min. zu Fuss in die Altstadt und über die Straße ein Aldi, ein Biomarkt und ein Bäcker, der auch sonntags geöffnet hat.

 

Am Donnerstag früh fuhren wir nach Uelzen, wo wir uns zuerst den Hundertwasser Bahnhof angeschaut haben. Im Zuge der Weltausstellung EXPO 2000 sollte der Bahnhof umgestaltet werden, und es wurde für die künstlerische Neugestaltung der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser gewonnen. Es ist in der Tat ein kunterbunter kurvenreicher Bahnhof geworden, wo sogar Führungen stattfinden. Nach Besuch der Toiletten, die ebenso mosaikreich und farbenfroh sind, und man vor Staunen glatt das Pullern vergisst, fuhren wir zu unserer Einsatzstelle nach Neu Ripdorf.

Unsere ersten Etappe auf dem schönen Heidefluss „Ilmenau“ führte von Uelzen/Neu Ripdorf über 20km bis kurz hinter Bad Bevensen nach Medingen. Zweimal sind wir unter dem Elbe-Seitenkanal durchgepaddelt. Die Ilmenau schlängelt sich abwechslungsreich durch Feld, Wald und Wiesen mit etwas Strömung. Mittag gab es aus dem Rucksack, da auf dieser Etappe die Gaststätten nicht vorhanden waren.

Wieder beim Lüneburger KC angekommen, waren Petra und Lutz sowie Jörg schon eingetroffen. Abends haben wir gegrillt, und da wegen der Eisheiligen recht frische Temperaturen herrschten, haben wir unsere Grills nach dem Essen unter den Campingtisch gestellt, um die Restwärme zu nutzen. Wir waren recht froh, im Bus einen Heizlüfter zu haben. Werner und Jörg haben gezeltet und mussten sich warme Gedanken machen.

Am Freitag, dem sonnigsten und wärmsten Tag, sind wir wieder um 9.30 Uhr zu unserer Einsatzstelle nach Bruchtorf gestartet. Von dort paddelten wir die Ilmenau über 28km direkt zum Lüneburger KC. Etwa auf der halben Strecke gibt es einen Campingplatz mit einer Gaststätte, wo wir einkehren wollten. Leider jedoch hatte die Gaststätte eine geschlossene Gesellschaft, wir aber Hunger. So sind wir nach Befragung des Bootsverleihers ca. 15 min. in den Ort gelaufen, wo sich eine Pizzeria befinden sollte. Diese stellte sich als Pizza-Imbiss an einer Tankstelle heraus. Als wir mit 11 Personen dort einfielen, war die Überraschung groß. Die Wirtin hat jedoch richtig leckere Pizza selbst gemacht und gebacken, und das zz (ziemlich zügig). Wie der Zufall es so wollte, war direkt gegenüber eine Eisdiele, die wir anschließend auch noch in Beschlag nahmen.

Gut gestärkt und nach einem flotten Spaziergang zurück zum Campingplatz sind wir die restlichen 14 km nach Lüneburg bei herrlichem Sonnenschein gepaddelt. Nach Kaffeeklatsch wurden dann die Autos zurückgeholt, und der gemeinsame Abend eingeläutet.

Am Samstag haben wir eine kurze Kajak-Stadtfahrt über 9 km gemacht. Wir mussten ein Wehr in den Lösegraben umtragen, überrascht waren wir, das in dem Lösegraben kaum Wasser war. Das Einsetzen am Steg war nur für sehr sportliche Kanuten geeignet. Leider fing es unterwegs an zu regnen. Gegen Mittag waren wir wieder auf dem Club-Gelände und sind dann mit Jörg in die Stadt gegangen. Jörg hat sich wieder bestens vorbereitet, und eine tolle Stadtführung mit uns gemacht. Vielen Dank, Jörg! Begonnen haben wir auf dem ehemaligen Wasserturm, der jetzt ein Aussichtsturm geworden ist. Hoch ging es mit dem Aufzug. Von dort oben hat man eine wunderbare Sicht auf die Altstadt. Einige nahmen dann die Treppe durch den ehemaligen Wassertank, um wieder runter zu kommen.

Nach Besichtigung der St. Johannis Kirche hatten wir einen Mordshunger und sind auf dem Platz „Am Sande“ in ein italienisches Ristorante eingekehrt. Dort hat alles etwas länger gedauert, was ganz schön war, denn draußen war es kalt und ungemütlich. Jedoch war in der Gaststätte ein ziemliches Durcheinander: Die Getränke kamen nach dem Essen, die Vorsuppe nach der Hauptspeise…. Aber alles war frisch gemacht und oberlecker.

Weiter ging die Stadtführung mit Jörg. Wir haben viele schiefe Häuser gesehen und einiges über die Geschichte der Stadt und seinem Salzstock erfahren. Auf halber Strecke überkam uns furchtbarer Durst und einige von uns sind in einer Kneipe, einer Raucherkneipe, gelandet. Das Bier war gut, die Wirtin geschäftstüchtig, das Publikum dort war der Kneipe angepasst. Die Wirtin meinte, sie hätten noch bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr geöffnet, falls wir noch Durst bekommen…

Extra zur Stadtführung angereist ist auch Werners Dolly aus Hamburg, so waren wir 13 Sportfreunde, die Lüneburgs Altstadt unsicher gemacht haben.

Trotz reichhaltigen Essens haben einige Sportfreunde abends noch gegrillt, das Wetter war an diesem Samstag leider unschön, es war kalt und regnerisch. Wir haben uns aber die gute Laune nicht verderben lassen. Am Sonntag war nichts mehr geplant. Der Bäcker machte erst um 8 Uhr auf, so dass wir ausschlafen konnten. Nach gutem Frühstück mit Tee und Kaffee packten wir mehr oder weniger schnell unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Heimweg.

Wir möchten auch noch einmal dem Lüneburger KC danken für die freundliche Aufnahme.

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