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Da Manuel und ich (Susanne) dieses Jahr das erste Mal bei der Elbefahrt dabei waren, bat uns der Fahrtenleiter, unsere Eindrücke in einem Bericht zu schildern.

Also es war für uns eine sehr schöne Tour, an die wir sicher noch sehr oft gerne zurückdenken werden.

Das Wetter war ja etwas wechselhaft vorhergesagt, und so war es dann auch!!

Wir hatten allerdings alles in Allem großen Glück dabei! Denn freitags blieben wir vom Regen ganz verschont - außer ein paar Tropfen, die verdunstet waren, bevor etwas nass werden konnte.

Samstag, am Paddeltag trieben wir das Unwetter vor uns her, so dass wir erst aus den Nachrichten erfuhren, dass es in unserer Abwesenheit in Dresden wohl ganz schön gewütet hatte. Wir hatten nur auf den letzten 10 km etwas mit dem heftigen, böigen Wind zu kämpfen.

Bei unserer sonntäglichen Wanderung im schönen Elbsandsteingebirge blieben wir zunächst trocken und auch der in der Mittagspause einsetzende Regen konnte uns dank mitgebrachter Regenkleidung/Schirmen die Laune und die Freude an der phantastischen Gebirgslandschaft nicht verderben. Im Gegenteil: die teilweise aus dem Dunst aufragenden bizarren Felsengebilde der Bastei hatten in der Regenstimmung einen ganz märchenhaften, besonderen Charakter.

Zu unserer stürmischen Heimfahrt hat ja Wolfgang schon einiges in einer Rundmail geschrieben. Ich kann nur sagen: So ein Unwetter hab ich noch nie zuvor erlebt – geschweige denn, dass ich darin unterwegs war. Und wir waren alle froh und dankbar, dass wir nicht unter einem der zahlreichen umgestürzten Bäume gelandet sind, sondern heil und unbeschadet wieder zuhause ankamen.

Nun aber genug vom Wetter und zu den sonstigen Erlebnissen und Eindrücken von der Elbefahrt:

Also Freitagnachmittag wurden wir von unseren lieben Transporteuren, Christine und Holger, in Grünau von der Wohnung abgeholt. Gemeinsam fuhren wir zum Bootshaus und holten die Kanus und los ging`s über die Autobahn nach Dresden. Gegen 18.30 Uhr kamen wir am Bootshaus des dortigen Wassersportvereins Wiking Schweifsterne an. Nach kurzer Begrüßung der anderen, die größtenteils schon vor uns eingetroffen waren, richteten wir uns rasch ein und schon ging´s los mit dem Grillabend. Dieser zog sich nicht allzu lange hin, da alle von der Anfahrt und der Hitze etwas müde waren und für die Paddeltour am nächsten Tag fit sein wollten. Der Platz liegt sehr schön an der Elbe. Die sanitären Einrichtungen waren für unsere große Gruppe etwas knapp bemessen, aber sauber. Die Küche war groß und zweckmäßig eingerichtet. Für die Wohnmobile war es nachts ein wenig laut, da sie direkt an der Straße stehen mussten. Die Zelte standen weitab am Fahrradweg zur Elbe hin orientiert und hatten es somit deutlich ruhiger. Dennoch hatten wir alle eine eher unruhige und vor allem drückend warme Nacht – waren trotzdem Samstagmorgen gutgelaunt und frühstückten fröhlich alle zusammen die von Holger geholten Brötchen und Eierschecken.

Um 09.00 Uhr ging´s los Richtung Bad Schandau, wo die Boote ins Wasser gelassen wurden und die 38 km lange Paddeltour begann. Dank Niedrigwasser (50 cm Pegel Dresden) hatten wir den Fluss praktisch für uns – es waren kaum Motorboote, keine Raddampfer und keine Frachter unterwegs. So konnten wir unsere Badestellen frei auswählen und sogar unterhalb der „Bastei“ rasch ins Wasser hüpfen. Zum Abkühlen reichte die Elbetemperatur nicht ganz (außer an der Einmündung der etwas kühleren Wesenitz) – aber erfrischend war´s trotzdem – und Spaß hat es gemacht!!

Mittagspause war dann in Obervogelgesang am Imbissstand – sehr lecker – allerdings sehr beeinträchtigt durch die aufdringlich lästigen Mitesser- und Mittrinker-Wespen.

Nachmittags wurde es dann etwas stürmischer und daher auch anstrengender mit dem Paddeln.

Die Landschaft, durch die die Elbe fließt, hat uns sehr beeindruckt. Zwar hatten wir schon diverse Fotos und Fernsehberichte über das Elbsandsteingebirge gesehen. Aber wenn man dann direkt an diesen Felsen vorbei kommt, ist es schon ein tolles Erlebnis. Auch die Ortschaften haben uns gut gefallen – und die Schlösschen und Schlösser! Und wenn auch die Elbauen hinter Pirna nicht ganz so malerisch und spektakulär erscheinen wie das Elbsandsteingebirge, so waren sie in unseren Augen doch ebenfalls wunderschön.

Am Zeltplatz zurück stärkten wir uns mit Kaffee und noch mehr Eierschecken und später wurden wieder die Grills angeworfen und gemütlich in den Abend gefeiert. Die zweite Nacht war für alle ruhiger und der Schlaf erholsamer. Sonntagmorgen gab`s wieder Brötchen – diesmal von Didi und Nicole besorgt, und 9.30 Uhr war Aufbruch zum Wandern.

Wegen einer Straßensperrung in Richtung Hohnstein, wo wir ursprünglich losmarschieren wollten, hat unser Fahrtenleiter, Wolfgang, kurzfristig umgeplant und die Wagenkolonne zum Bastei-Parkplatz geleitet. Hier machten wir einen Rundweg: Abstieg über die Schweden Löcher zum Amselgrund, vorbei am Amselsee  und im Tal in Richtung Rathen.

Dort kehrten wir zum Mittagessen ein. Ein Teil der Gruppe bevorzugte ein malerisch gelegenes Fischrestaurant mit eigenen Forellenteichen, die übrigen aßen im etwas weiter talabwärts gelegenen Restaurant sächsische Spezialitäten. Vor dem nun folgenden Wiederaufstieg zur Bastei verließen uns die „kleine Christine“ und Sabine. Mangels richtigen Schuhwerks für die nicht eingeplante Kraxeltour und wegen diverser Knie- und Knochen-Beschwerden, blieben sie unten im Tal und wanderten nach Wehlen, wo sie sich später von Wolfgang mit dem Auto abholen ließen.

Was sich für manche als eine ärgerliche Abweichung von der ursprünglich geplanten, wohl gemächlicheren Wanderstrecke erwies, war für Manuel und mich besonders schön: Wir konnten nun nochmal und zu Fuß die tollen Felsformationen des Elbsandsteingebirges bestaunen: Bastei, Lokomotive, Mönch,...

Zurück am Basteiparkplatz trennten sich unsere Wege. Ein Teil der Gruppe kehrte zu den restlichen PKWs und zum Zeltabbau zum Bootshaus nach Dresden zurück und wir fuhren mit unserm Chauffeur, Holger, direkt zur Autobahn und Richtung Berlin. Wegen des Staus verließ Holger bei Lübben die Autobahn. Und wie eingangs beschrieben, landeten wir dann im Unwetter. Statt der geplanten gemütlichen Heimfahrt auf der Landstraße mit Aussicht auf den malerischen Spreewald, konnten wir dann überschwemmte Straßen, umgestürzte Bäume, verwüstete Landschaften bestaunen. Schließlich landeten wir im Zentrum des Unwetters und da sahen wir dann nur noch mit knapper Not die Bremslichter des vorausfahrenden Verkehrs.

Aber dank Holgers Coolness und seiner Fahrkünste landeten wir - zwar Stunden nach der ursprünglich vom Navi angegebenen Zeit - aber schließlich doch noch heil wieder zuhause. Und dann musste Holger auch erst noch unser Kajak leerschöpfen, denn diesem Unwetter hatte die von ihm erfundene Abdeckung mittels Folie + Spritzwasserdecke dann doch nicht standgehalten.

Nochmals Dank Euch, Holger und Christine – für Eure Hilfe und alles - und auch danke dem Fahrtenleiter Wolfgang!!

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