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In diesem Jahr ging unsere Herbstfahrt vom 30.09. bis zum 03.10.2016 wieder einmal in den immer wieder schönen Spreewald. Unser Standquartier hatten wir in der Jugendherberge Burg. Wir waren 12 Sportfreunde, 2 Sportfreunde kamen mit ihrem Wohnmobil erst am Samstag. Wir teilten uns auf drei Vierbett-Zimmer auf. Holger hatte den Beamer mitgebracht und nach einigem Verhandeln bekamen wir von der Herbergsleitung gegen einen Unkostenbeitrag eine Leinwand gestellt.

So ergab es sich, dass wir bereits am Freitagabend dank Regina und Dieter den Filmklassiker „Haialarm im Müggelsee“ zu sehen bekamen. 

Da wir nicht pendeln wollten, paddelten wir sowohl am Samstag als auch am Sonntag von der Jugendherberge los und kamen dort auch wieder an. Das Wetter war uns sehr wohlgesonnen. Lediglich Samstagvormittag fing es leicht an zu tröpfeln, aber ehe wir die Regenjacke ausgepackt hatten, hörte es schon wieder auf. So sind wir Samstag auf verschlungenen Wegen zur "Dubkow Mühle" gepaddelt, um dort Mittag zu essen. Trotz dreier Männer mit Gewässerkarte und GPS Gerät sind wir in einer Sackgasse gelandet. Da wurde einfach ein kleiner Kanal zugeschüttet, um einen neuen Radweg zu bauen. Also mussten Umkehrmaßnahmen ergriffen werden. Ich bin natürlich stecken geblieben, da Boot zu lang für meine auserkorene Wendestelle, und wenn Holger mich nicht gerettet hätte, würde ich wohl heute noch feststecken. Dann aber lecker essen in der "Dubkow Mühle" und anschließend viel zu satt und faul wieder ins Boot und Richtung Burg. 

Auf den letzten Metern zur Jugendherberge war am Ufer ein kleiner Spreewaldstand mit Köstlichkeiten. Auf der anderen Seite saß auf einem Baumstumpf eine Katze fast im Wasser, eine weitere Katze am Ufer. Wir dachten, ungewöhnlich, da Wasser ja nicht gerade sehr beliebt bei Katzen ist, obwohl sie gute Schwimmer sind. Nun, wir haben gestaunt und die Mieze bewundert und sind weiter gepaddelt. 

In der Jugendherberge angekommen, haben wir uns rasch umgezogen. Zu dritt sind wir kurzentschlossen nach Straupitz zu einer Ölmühle gefahren. Das ist eine Dreifachmühle, sie fungiert als Säge-, Korn- und Ölmühle. Zur Besichtigung der Lein-Ölmühle war 17 Uhr der letzte Termin, den haben wir gerade so geschafft, um uns die Mühle als solches anzuschauen und die letzte Leinölpressung mitzuerleben. Die Technik zur Pressung des Leinöls ist aus dem Jahre 1910 und funktioniert immer noch. Am Ende durften wir das sehr wohlschmeckende Öl verkosten. Dieses gibt es nur dort zu kaufen, oder man kann es sich schicken lassen. Natürlich haben wir einen Flasche mitgenommen, da Leinöl ja gegen alles hilft! 

Nach dem wieder sehr guten warmen und kalten Abendbrot in der Jugendherberge sind einige von uns zum Kürbisfest gegangen mit abschließendem Feuerwerk am Bismarckturm. Leider hatte es dann doch am späten Nachmittag angefangen zu regnen, so dass der Rest von uns in der Jugendherberge geblieben ist und über den Beamer Bilder geschaut hat. 

Am Sonntagvormittag sind wir bei Sonnenschein  von der Jugendherberge losgepaddelt und zwar Richtung Leipe, wo wir auch zu Mittag gegessen haben, und sind unterwegs wieder in einer Sackgasse gelandet, die auf keiner Karte verzeichnet war. Sowas aber auch! Anscheinend ist der Spreewald auch bekannt dafür, dass Sportfreunde vom SCBG vom Wasser verschluckt werden. Eine liebe Sportfreundin ist beim Aussteigen aus ihrem Boot gekentert und durfte nach vielen Jahren ihren Kenterbeutel auspacken. Am Nachmittag wurde ihr feierlich von Holger ein Kenterorden verliehen. 

Auf dem Rückweg zur Jugendherberge saß dann an bekannter Stelle vom Vortage die Katze wieder auf ihrem Baumstamm. Jetzt haben wir die Frau von dem Spreewaldstand angesprochen, die uns Folgendes erzählte: „Wenn ich meinen Stand abbaue, mache ich eine Leberwurststulle und werfe sie auf die andere Seite. Das mache ich schon seit Jahren, leider hat die Stulle öfter ihr Ziel verfehlt, und so hat sich die Katze dann entschlossen zu mir zu schwimmen, um sich ihr Brot persönlich abzuholen.“

Staunend paddelten wir an der Katze vorbei, die uns eigentlich keines Blickes würdigte, sondern anscheinend nur ihre Stulle im Kopf hatte. 

Am Nachmittag hat uns Marita zu Kaffee und Kuchen eingeladen, da sie Geburtstag hatte. Auch Anja ist noch zu uns gestoßen. Vielen Dank, Marita. Am Abend hatten wir wieder einen privaten Filmabend mit aktuellem und historischem Bild- und Filmmaterial. 

Am Montag, dem „Tag der deutschen Einheit“, sind wir mit den Autos zum Waldschlösschen gefahren und haben von dort eine kleine Paddelrunde von 14 km bei strahlendem Sonnenschein gedreht.

Das war ein schöner Abschluss und nach gemeinsamem Mittagessen bei „Steffi“ zerstreuten sich unsere Wege Richtung Heimat.

 

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