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In diesem Jahr fand unsere Weihnachtsfeier zum 38. Mal in einer Jugendherberge statt, in diesem Jahr (nach 2012) am Köthener See sechs Kilometer hinter Märkisch Buchholz. Da wir schon sehr oft in Köthen waren und dort einen guten Ruf genießen, erhielten wir das vor einigen Jahren neu errichtete Bettenhaus sowie ein frisch renoviertes Zimmer im Fachwerkhaus. Die Zimmer haben 2 oder maximal 4 Betten, alle mit Waschraum und separater Toilette ausgestattet. Das heutige Niveau der Jugendherbergen ist absolut nicht mehr vergleichbar mit den 50-Pfennig-Unterkünften von vor 30 Jahren. Aber der größte Vorteil in einer Jugendherberge ist, dass es Gemeinschaftsräume gibt, die man uneingeschränkt nutzen kann.

Die meisten Teilnehmer reisten bis zum Abendbrot am Freitagabend an. Die Herbergsküche überraschte uns mit einem warmen Essen – Kohlrouladen und Bratkartoffeln - und einem zusätzlichen kalten Büffet. Den weiteren Abend saßen wir im Klubraum bei einigen Flaschen Wein. Hier konnte in gemütlicher Runde gequatscht und gespielt werden. An den „Mensch ärger dich nicht“–Spieltischen ging es dabei sehr laut und lustig zu. Die Letzten wankten dann nach 23 Uhr in ihre Zimmer.

Am Sonnabendmorgen fielen die Ersten schon kurz nach acht Uhr über das reichhaltige Frühstück her. Das Büffet konnte es wieder locker mit jedem 2-Sterne-Hotel aufnehmen. Dreiviertel Zehn sammelten wir uns zu unserer Morgenwanderung.

Der Fahrtenleiter Holger war extra Wochen vorher nach Köthen gefahren, um eine bequeme Wanderung zu erkunden. Nach kurzem Weg durch das im 16. Jhdt. gegründete wendische Dorf zweigt am Ortseingang ein Wanderweg nach links ab. Wir hatten ein tolles Wochenende erwischt, es lag zwar (leider) kein Schnee, dafür waren geringe Minusgrade und vom blauen Himmel strahlte eine Wintersonne.

Blick auf den Großen Wehringsee

 

Alsbald erreichten wir einen sonnenüberfluteten Fleck am Schiebingsee. Einige Sportfreunde hatten in ihren Rucksäcken Thermosflaschen mit heißem Glühwein, und hier gab es dann die erste Glühweinpause.

Nach dem obligarischen Gruppenfoto wanderten wir vorbei am Schwanensee zum Abzweig zum Wehlaberg, allerdings verzichteten wir heute auf den beschwerlichen Aufstieg.

 Am Mittelsee

Weiter ging es nun entlang des Wanderweges mit dem grünen Punkt vorbei an den Dahme-Heide-Seen, die da heißen Mittelsee und Pichersee. Die Seen hatten bereits eine ganz dünne, aber nicht tragfähige Eisdecke. An einem Sonnenflecken am Mittelsee wurde dann der restliche Glühwein vertilgt. Vorbei am Gestüt „Am Pichersee“ und einigen Pferdeweiden erreichten wir nach rund 9 km wieder Köthen.  

In der Jugendherberge wartete schon das Mittagessen, Hühnerfrikassee mit Nudeln. Danach wurde im Klubraum die festliche Tafel gerichtet. Nach der Mittagsruhe begann dann um 15.30 Uhr unsere Weihnachtsfeier. Vorher konnte man noch seine Julklapp-Geschenke bei unserem langjährig erprobten Weihnachtsengel Christel sowie ihrem Lehrling Anne abgeben.

Holger hielt noch eine kurze Begrüßungsrede, ließ das vergangene Sportjahr Revue passieren und stimmte uns auf das Sportjahr 2017 ein. Die Weihnachtsfeier soll auch immer ein Dankeschön an die ideenreichen Fahrtenleiter und die vielen Unterstützer durch tausend kleine Hilfen sowie der begeisterten Teilnahme vieler Sportfreunde bei unseren vielfältigen Veranstaltungen sein.

Bei Kaffee und Weihnachtsgebäck warteten wir alle gespannt auf den Weihnachtsmann.

 

Die Helferin des Weihnachtmannes

Er hatte doch tatsächlich, wie jedes Jahr, den Weg zu uns dank der Hinweise seiner Weihnachtsengel gefunden. Aber vorher kam seine flott aufgepeppte Helferin. Als der Weihnachtsmann endlich mit einiger Verspätung hereinpolterte, überreichte er dem scheidenden langjährigen Weihnachtsengel Ulla ein Dankzertifikat und ein kleines Erinnerungsgeschenk. Nach dem vielen Menkenke gab’s endlich die Geschenke.

Natürlich muss man dem Weihnachtsmann und den Sportfreunden auch einen kulturellen Beitrag bieten, um sein Päckchen zu bekommen. Das macht natürlich in der Gruppe am meisten Spaß und dank vorbereiteter Textblätter und der vom FC Union gesponserten Liederbücher funktioniert der Gesang unter Mundharmonikabegleitung durch den Weihnachtsmann sowie der Gitarren von Anne und Petra recht ordentlich.

 

Nach dem wieder sehr reichhaltigen Abendbrot wurde in diesem Jahr gespielt, und zwar verkehrtes Julklapp oder auch Schrottwichteln. Nachdem alle eine 6 gewürfelt und sich ein Paket ihrer Wahl genommen hatten, ging es ans Auspacken. Tolle Sachen kamen da zum Vorschein, eine Kaffeemaschine, wertvolle antiquarische Bücher, eine silberne Rolexuhr, eine elektronische Maus, eine Schraubzwinge  und viele weitere außerordentliche Geschenke. Nun wurde exakt eine Stunde weiter gewürfelt. Wer eine 6 hatte, konnte und musste sein Geschenk gegen ein anderes tauschen. Einige „begehrte“ Artikel, wie die Kaffeemaschine, wechselten so unter großem Gejohle mehrmals ihren Besitzer.

Für den Sonntagvormittag hatte uns der Wanderwart zur Besichtigung der Wassermühle in Schlepzig angemeldet.

Diese Mühle hatte ursprünglich, ähnlich wie die Windmühle in Straupitz, drei Funktionen: Mehlmühle, Ölmühle und Holzmühle. Heute ist nur noch die Mehlmühle museal gestaltet. Das Prinzip in den Mühlen ist immer das gleiche. Durch Wasserkraft, Wind oder Generatoren wird eine Drehbewegung erzeugt, die über Transmissionen die verschiedenen erforderlichen Maschinen antreibt. Das trockene (!) Getreide wird unten in einen großen Trichter gekippt und über Gurtbecherwerke (Elevator)  nach oben befördert. Danach wird das Getreide gereinigt, d.h. es werden alle Bestandteile, die nicht hinein gehören, wie Samen anderer Pflanzen, kleine Steine und Metallteile ausgesiebt. Danach wird das Getreide befeuchtet, es quillt dadurch leicht auf und die Schale löst sich besser vom Korn. Anschließend wird das Getreide gemahlen, entweder auf modernen Walzenstühlen oder früher zwischen Mühlsteinen.

 Liegend, der unter Mühlstein, links stehend, der obere Mühlstein

Das gemahlene Getreide wird über eine Siebanlage ausgesiebt, die dadurch entstehenden Teilchengrößen ergeben dann die verschiedenen Mehlsorten, die über verschiedene Schächte in der Absackanlage im Erdgeschoss ankommen.

Walzenstuhl mit vier gegenläufig drehenden Metallwalzen

Besonders interessant war auch der Mühlenbremsfahrstuhl (der aber seit 2010 nicht mehr betrieben werden darf). Mittels einem Steuerseil, einem Gegengewicht und einer einfachen Bremse wurde dieser Aufzug für den vertikalen Transport des Müllers und von Mehlsäcken genutzt.

In unseren Autos konnten wir uns endlich etwas aufwärmen und erreichten nach kurzer Fahrt wieder die JH in Köthen zur Mittagszeit. Als Sonntagsessen reichte die Küche Hackbraten mit Mischgemüse, dazu Salat und ein Milchreisdessert. Nach dem Essen gab es dann den Dank an die Fahrtenleitung sowie die große Jahresendverabschiedungsszene mit allen guten Wünschen für Weihnachten und den guten Rutsch ins nächste Kanutenjahr.

Und schon mal vormerken, zur nächsten Weihnachtsfeier treffen wir uns vom 01. bis. 03.12.2017 in der Jugendherberge Buckow.

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