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Vier Sportfreunde vom SCBG fuhren am Freitag, den 28.4. mit guter Laune zur Mecklenburgrundfahrt zum Kanu- und Kleinsegelverein (KuK) nach Schwerin. Mit Christine und Holger hatten sich noch Antje und Frank zu dieser Fahrt angemeldet.

Wir, Christine und Holger, konnten schon am Freitagvormittag nach Schwerin aufbrechen und waren gegen 13 Uhr an Ort und Stelle. Im Bootshaus waren bereits Sportfreunde zugegen und wir wurden sehr herzlich empfangen, obwohl die Anreise erst ab 16 Uhr ausgewiesen war. Sogleich wurden uns die Örtlichkeiten und nicht ohne Stolz die Vereinsboote und auch Renn- und Privatboote gezeigt sowie den großzügigen Vereinsraum mit Kaminofen und Küche. Nachdem wir unseren Standplatz bezogen haben, sind wir zu Fuß in die Innenstadt gegangen, um zu Essen und zu Schlendern.

Schwerin hat wirklich eine kleine aber sehr feine und sehr saubere Fußgängerzone mit individuellen Geschäften und zwei großen Einkaufszentren. In einer von den vielen Gaststätten haben wir gegessen und uns anschließend das Schloß und den Schloßgarten aus der Nähe angeschaut. Es ist wirklich schön und beeindruckend, einfach zum Anschauen, Staunen und Genießen. Zurück in der Altstadt wollten wir noch dem Dom einen Besuch abstatten, aber der liebe Gott macht leider um 16 Uhr Feierabend, und so konnten wir den Dom nicht mehr von innen besichtigen. Aus lauter Frust darüber stürmten wir die nächste Eisdiele und aßen einen leckeren viel zu großen Eisbecher.

Zurück im Bootshaus waren Antje und Frank auch eingetroffen, und am frühen Abend wurde der Kamin im Vereinsraum angeheizt und beim gemütlichen Beisammensein der Fahrtenplan mit den Gastgebern und den anderen Teilnehmern besprochen. Jede Gruppe hat noch einen Schlüssel für das Bootshaus bekommen, und der Veranstalter hat sogar noch ein Dixie aufstellen lassen, damit keiner in Verlegenheit kommt.

Am nächsten Morgen ist Holger zum Bäcker gegangen, der fußläufig gut zu erreichen war, und nach einer kalten Nacht und einem guten Frühstück war der Start um 10 Uhr angesetzt. Nach einer offiziellen Eröffnung ging es für die ca. 40 Teilnehmer vom Bootshaus auf dem Schweriner Innensee und Burgsee rund um das Schloß weiter über den Reppiner Burgwall zur Fähre. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint, es war zwar kalt und der Himmel bedeckt, aber es war wenig Wind und es kamen nur vereinzelt Tropfen herunter. Es gab eine kurze Pullerpause an einer Burgruine, wo man von dem dortigen Aussichtspunkt einen schönen Blick über den See nach Schwerin gehabt hat.

Eine Mittagspause gab es an einem Versorgungspunkt am Eingang des Störkanals. Der KuK hat vorbildlich für uns gesorgt und heiße Spirelli Nudeln mit Bologneser Soße sowie einen Obstkorb anliefern lassen, und diverse Getränke. Frisch gestärkt ging es dann bei auffrischendem Wind zum Bootshaus zurück.

Am Nachmittag sind wir auf ein anderes Bootshaus in der Nähe ausgewichen, wo es Kaffee und Kuchen gab, anschließend vom Grill Schaschlik, Steak und Bratwurst sowie Kartoffelsalat und Schmalzbrote. Gegen 19 Uhr hielt ein Sportfreund einen Vortrag mit Bildern über eine Kanutour in Sibirien, sehr interessant mit wunderbaren Bildern der dortigen Tier- und Pflanzenwelt. (Anm.d.Red.: Auf dieser Fahrt nahmen auch Toni und Albrecht Kumm sowie Carmela und Bernd Raabe teil.)

Der Sonntagmorgen hat kalt aber sehr sonnig begonnen. Holger hat wieder Brötchen geholt, und nach einem guten Frühstück ging es bereits um 8.30 Uhr los, denn wir wollten die Warnow von Zaschendorf nach Groß Görnitz paddeln. Wir vier sind mit unserem Auto gefahren, unsere beiden Einer und einen vom Verein geliehenen stabilen Plaste Zweier für Antje und Frank auf dem Dach. Des Weiteren sind die Sportfreunde vom KuK mit ihrem Vereinsbus und einem weiteren Auto, das den Bootshänger gezogen hat, gefahren. In Zaschendorf angekommen haben wir die Boote abgeladen, konnten an einem Steg bequem einsteigen und lospaddeln. Ein ganz besonderer Luxus war, das unser Auto gependelt wurde und wir uns um nichts kümmern mussten, vielen Dank dem Servicepersonal dafür. Nach einigen Kilometern mussten wir ein Wehr umtragen, Ein- und Ausstieg wieder mit Steg. In Weitendorf  war die nächste Umtragungsstelle bei einer Fischtreppe, gleichzeitig unsere Mittagspause, wo mit Bockwurst und Brötchen für unser Wohlergehen gesorgt wurde. Hinter der Einstiegsstelle gab es eine kleine kurvige Schwallstrecke zur Abwechslung, dann mäanderte die Warnow gemächlich bis zu unserem Zielpunkt an der Straßenbrücke in Groß Görnitz. Das Wetter hatte sich gut gehalten, es war sonnig und endlich etwas wärmer, aber es wurde windig. Da unser Auto bereits dort stand, brauchten wir nur aufzuladen und sind dann mit den Anderen gemeinsam zum Bootshaus zurück gefahren.

 

Im Bootshaus angekommen, die nächste Überraschung: Im Vereinsraum waren die Tische liebevoll als Kaffeetafel gedeckt, es standen Kerzen und Blümchen auf den Tischen, der Kaffee duftete herrlich und es gab selbstgebackenen Kuchen, angefangen von Käsekuchen über Muffins und Streuselkuchen und und.... Vielen Dank von unserer Seite für die Mühe, die Ihr Euch gemacht habt !

Der Abend stand zu unserer Verfügung, und so haben wir unseren Grill angefacht und in einer windstillen Ecke in der Sonne gesessen, gegessen und gequatscht...bis die Sonne weg und uns kalt war. Der Wind hat im Laufe des Tages zugenommen, und am Steg im Bootshaus wären wir nicht mehr ins Kajak gekommen, so viele Wellen waren auf dem Schweriner See. Die Wiese war schon überspült.

Am Montagvormittag sind wir zu einer individuellen Fahrt gegen 9 Uhr aufgebrochen. Vom Bootshaus konnten wir nicht starten, da der Wind nicht nachgelassen und wir dort nicht einsetzen konnten. Dafür ungefähr 200m weiter bei den Drachenbootlern, die einen Steg an der Durchfahrt zum Heidesee haben. So sind wir über den Heidesee, den Ziegelaussensee und dem langen Kanal zum Paulsdamm gepaddelt, konnten aber über den Schweriner Innensee nicht zurück, da der Wellengang erheblich war. Der Wind wurde auch noch stärker, so dass wir auf dem gleichen Weg wieder zurück gepaddelt sind. Über einen Teil des Ziegelaussensees mit kräftigen Rückenwind, der zu einer erheblichen Steigerung der Durchschnittsgeschwindigkeit führte. 

Nach Verladen der Boote sind wir gegen 12 Uhr Richtung Berlin gestartet. Die Rückfahrt verlief ohne Stau problemlos, der kräftige Wind hat zwar einige Schlenker verursacht, aber Holger hat die Boote fest auf dem Dach verzurrt und auch die Lukendeckel extra befestigt, damit diese, wie schon einigen Sportfreunden passiert, nicht wegfliegen.

Wir möchten uns nochmals für die tolle Organisation bei den Sportfreunden des KuK bedanken, für den herzlichen Empfang, die tolle Bewirtung und die wirklich schöne Fahrt. Wir kommen gerne wieder. Vielen Dank !

 

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