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Die diesjährige Herrentagstour führte uns nach Mecklenburg-Vorpommern zum Bootshaus des "SV Union Wesenberg". Wir waren 20 Sportfreunde, und unsere beiden Gäste Uschi und Horst aus Rheinsberg begleiteten uns am Freitag. Aber nun von Anfang: Am Mittwoch trudelten nach und nach die meisten Sportfreunde in Wesenberg ein, einige konnten erst am Donnerstag früh kommen, bzw. kamen erst am Samstag dazu.

Wir, die Fahrtenleiter, waren schon am Dienstag Abend vor Ort, und hatten am Mittwoch Vormittag genug Zeit, die Altstadt von Wesenberg zu erkunden. Unser Weg führte uns am Wasser entlang Richtung Altstadt und Touristeninformation. Diese liegt auf dem Gelände der alten Burg. Den Burgturm kann man auf einer stählernen Wendeltreppe besteigen, von der Aussichtsplattform haben wir einen wunderbaren Blick auf die ringförmig angelegte Altstadt, auf den Woblitzsee und auf die Wiesen westlich der Stadt. In den Gebäuden auf dem Burggelände sind außerdem noch das Heimatmuseum und ein Fischereimuseum beheimatet. Im Heimatmuseum ist die Ausstellung des bekannten Naturfotografen Lars Hoffmann zu bewundern (wirklich schöne Bilder).

Am Donnerstag nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir gegen 10 Uhr vom Bootshaus nach Ahrendsberg. An der Schleuse Wesenberg mussten wir etwas warten, aber da wir zu faul zum Umtragen waren, blieb uns nichts Anderes übrig. Vormittags war der Himmel noch bedeckt und es war frisch, aber diverse alkoholische Getränke wärmten uns von innen. Wir paddelten immer fröhlicher werdend die Havel entlang, und nach etwa 2/3 der Strecke kamen uns Peter und Gabi samt Hund in einem kleinen Motorboot entgegen, selbstverständlich auch mit kleinen Lustigmachern. Nach links ging es dann in den Drewensee und auf das Grundstück der Beiden.

 

In Ahrendsberg lebt Peter mit seiner Herzallerliebsten Gabi auf einem wunderschönen Grundstück direkt am Wasser mit eigenem Bootshaus und Sauna. Jörg ist mit seinem selbst gekochten Erbseneintopf und dem Gulaschkessel mit dem Auto zu Peter gefahren, damit wir Paddler mit einer heißen Suppe empfangen werden konnten. Dort angekommen wurden wir sehr herzlich begrüßt, auch von Peters Eltern. Es brannte schon ein Lagerfeuer und die Sauna war auch angeheizt. Nach Verspeisen von Jörgs köstlichem Eintopf, hatte Gabi noch Kaffee gekocht und selbstgebackenen Kuchen aufgefahren, der ebenfalls sehr lecker war (besonders der Heidelbeerkuchen, hmm !) Einige Sportfreunde sind in die Sauna gegangen, andere haben Peters Holzvorrat für den Kamin aufgefüllt, für jede Karre Holz gab einen Schnaps. Es wurde gequatscht, gelacht, getrunken, gegessen, aber wir mussten ja auch wieder zurück nach Wesenberg paddeln, so sind wir gegen 16.30 Uhr wieder gestartet. Abends haben einige gegrillt, anderen ging es nach dem Alkoholkonsum nicht so gut.

Wir konnten uns den Bootshänger von Union Wesenberg ausleihen, so das die Pendelei nach Kratzeburg am folgenden Tag sehr erleichtert wurde. So sind wir am Freitag Vormittag mit wenigen Autos und einem vollbeladenen Bootshänger nach Kratzeburg gestartet. Nach einigem Suchen haben wir die Einsatzstelle an einem Badestrand gefunden. Dort warteten auch die Sportfreunde Uschi und Horst aus Rheinsberg, um diesen Tag mit uns gemeinsam zu verbringen. Ruck, zuck, alles abgeladen, in die Boote und losgepaddelt, das Wetter war gut und wurde immer schöner und sonniger. Natürlich war auf dem Wasser eine ganze Menge los, aber da wir im Müritz Nationalpark waren, gab es keine Motorboote. Das gefällt mir. Nach Überqueren des Käbelicksees machten wir dann Bekanntschaft mit der Havel, die hier nur vier bis sechs Meter breit ist.

An der ersten Umtragestelle, die ungefähr 750m lang ist, stehen schienengeführte Bootshänger bereit, die jeweils vier Boote aufnehmen können. Wir hatten aber auch Bootswagen dabei, so das die Umtragung nicht allzu lange gedauert hat. Beim Ein- und Aussetzen war auch genug Platz für alle. Wir setzten in den Pagelsee ein, es folgte wieder ein Stück Havel, dann die Überquerung des Zotzensees. Die Seen gehören zum Nationalpark und dürfen nur entlang der Tonnen befahren werden. Etwa einen Kilometer hinter dem See muss die Wehranlage der Fischerei Babke umtragen werden. Dort war die Hölle los, da die Umtragestelle sehr eng ist, und in beide Richtungen umgetragen wurde. Die Einen wollten rein, die Anderen raus. Manche hatten es unverständlicherweise sehr eilig, so das die Schreiberin des Berichtes dreimal fast auf dem Steg umgerannt wurde. Zum Ablegen der Boote gab es leider auch wenig Platz, aber wir wollten ja etwas essen, und so mussten wir teilweise unsere Boote sogar in der Fischtreppe parken, was bestimmt nicht im Sinne der Fische war. Aber dann... durchatmen, lecker Fisch essen, Sonne genießen. Inzwischen war es richtig heiß geworden.

Wir sind nach der Pause weitergepaddelt über den Jäthensee, und etwa 200m hinter dem See zweigt rechts ein flacher Graben zum Jamelsee ab, der uns zum Campingplatz "Hexenwäldchen" bringt. Die Fahrtenleiter hatten bereits zu Ostern diesen Campingplatz besucht und gefragt, ob wir die Boote dort für eine Nacht zwischenlagern können, so das wir uns das Auf- und Abladen sparen konnten. Die Betreiber des Campingplatzes waren sehr freundlich und gegen ein geringes Entgelt war das kein Problem. Utes Bus haben wir schon am Vormittag dort abgestellt, so dass die Fahrer der anderen Autos gleich gependelt werden konnten. Wir Wartenden haben Eis gegessen, Kaffee getrunken oder sind einfach im Halbschatten eingeschlafen.

Am Samstag ging es dann vom "Hexenwäldchen" auf dem selben Wege wieder zur Havel zurück. Der Graben hatte gut Wasser, so das wir nicht treideln mussten. Wir paddeln die Havel weiter über den Görtowsse, dann über den Zierzsee in den großen Useriner See Richtung Useriner Mühle. Das hat mir gefallen. Auf dem Useriner See kamen auch Antje und Frank dazu. Die Beiden sind am Freitagabend direkt nach Kratzeburg gefahren, und Samstag früh dort losgepaddelt, um die gesamte Strecke an einem Tag zurück zu legen. Das Timing stimmte, und so konnten wir gemeinsam weiter paddeln.

Vor der Weiterfahrt in den Labussee ist die Zwenzower Schleuse zu überwinden. Wer nicht schleusen will, dem steht auch wieder ein Bootswagen auf Schienen zur Verfügung. Wir sind nach der Schleuse rechts abgebogen, wo wir an einer kleine Badestelle Pause gemacht haben, und einige Mutige ins Wasser gesprungen sind. Auf dem Labussee endet auch der Nationalpark, so das Motorboote wieder erlaubt sind. Von dort waren es ungefähr noch 9km nach Wesenberg. Der Große Labussee wurde überquert, es ging wieder in die Havel, dann auf den Woblitzssee und zum Bootshaus nach Wesenberg.

In Wesenberg hatte Jörg schon alles für den Kartoffeleintopf vorbereitet, der wieder im Gulaschkessel über dem Feuer gekocht werden sollte. Zuvor jedoch gab es Kaffee und Kuchen, teils selbst gebacken oder selbst gekauft. Nach der Kaffeetafel wurden die Autos zurückgeholt, und es wurde der Eintopf gegessen, der wieder sehr lecker war. Aber eine kleine Anmerkung: Das nächste Mal könnten wir  wohl den Kessel voller machen, denn es wurde Nachschlag verlangt. Hier schon mal herzlichen Dank an Jörg für die Mühe und das tolle Essen.

Am Sonntag sind einige von uns noch die Schwaanhavel gepaddelt. Andere haben ganz gemütlich zusammengepackt und wollten dem Rückreiseverkehr entgehen. Wir hoffen, alle sind gut nach Hause gekommen. Ganz herzlichen Dank an Peter, dessen Eltern, und Gabi für die Gastfreundschaft am Herrentag. Vielen Dank auch an den "SV Union Wesenberg" für die schöne Zeltwiese und für den Bootshänger, und vielen Dank auch an alle teilnehmenden Sportfreunde für das schöne verlängerte Wochenende.

 

 

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