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Na, wer weiß noch, wann die erste Jungerwachsenenfahrt stattfand? Sie hieß damals „Fahrt zur Räuberinsel“, die Fahrtenleiter waren Anne  (damals 19) und Jens (Pischti Hufnagel). Von den 41 Paddlern, 5 Kindern, 2 Motorbootfahrern und 2 Autofahrern (50 Teilnehmer, das waren noch Zeiten!!!), die damals dabei waren, paddelten in diesem Jahr noch die „Jungerwachsenen“ Ute (die jetzige langjährige Fahrtenleiterin (damals 18), Holger (damals 15), Lars (damals 19), Silke (damals 16) sowie die Erwachsenen Manfred, Sabine und Wolfgang mit. Allerdings sind wir jetzt alle 37 Jahre älter, also die erste Jungerwachsenenfahrt fand am 31.05./ 01.06.1980 statt. Und weil die gerade erst volljährigen Erwachsenen die Fahrt organisiert hatten, wurde daraus die Jungerwachsenenfahrt.

Die Fahrtenleiter hatten sich sehr viel Mühe gegeben. Keiner wusste, wo es hingehen sollte – außer zur Räuberinsel (und so ist das heute noch, keiner kennt das Ziel). Die Fahrtenleiter hatten viele Schilder gemalt, die an den Abzweigen angebracht waren, man erhielt dann jeweils einen Hinweis zum nächsten Zielpunkt. Höhepunkt war dann eine 9 km lange Knüppelei die alte Spree aufwärts halt bis zur Räuberinsel, eine Bezeichnung, die Klaus D. in einer alten Karte gefunden hatte.

 

 Eröffnung, dieses Jahr leider nur 12 Teilnehmer 

Und selbst nach 37 Jahren fällt der Fahrtenleiterin immer noch ein neues Ziel in einer erpaddelbaren Umgebung ein.

Vor dem Start gab es nach der Eröffnung durch die Fahrtenleiterin wieder eine Bootstaufe durch eine unserer wenigen neuen Jungerwachsenen Jenny. Vom ersten selbstverdienten Geld hatte sie sich ein eigenes Seekajak gekauft. Na gut, die Taufe fiel etwas mager aus, dafür bekamen die Teilnehmer reichlich Sekt ausgeschenkt, nachdem wir Jenny immer „eine Handbreit Wasser unterm Kiel“ gewünscht hatten.

 

 Vor der Bootstaufe 

In diesem Jahr ging es vom Bootshaus, übrigens unsere einzige Wochenendwanderfahrt mit Gepäck, die vom Bootshaus startet, bei sehr heftigem Gegenwind  erst Dahme abwärts bis nach Köpenick, durch den Kiezgraben zur Müggelspree und danach bis zum Kanuverein Berliner Kanubären. Hier war nach 8 km bereits das heutige Ziel erreicht.

 

Durch den Kiezgraben in Köpenick 

Dort wurden wir bereits von Hendrik empfangen und in die Örtlichkeit eingewiesen. Keiner hatte Lust bei dem heutigen Wind noch zum Müggelsee zu paddeln. Also wurden schnell die Zelte aufgebaut, eingeräumt und danach ein paar Tische und Stühle vor dem Bootshaus für die verspätete Mittagsrast aufgestellt. Inzwischen lugte auch die versprochene Sonne aus den Wolken hervor.

Zur Kaffeezeit wurden dann die vielen Erdbeertorten hervorgeholt. Denn seit dem es in unserem Land zur Zeit der Jungerwachsenenfahrt ein reiches Angebot an Erdbeeren gibt, gehört eine Erdbeertorte zum Pflichtprogramm. Nur bei Christine und Holger sahen in diesem Jahr die Erdbeeren eher wie Blaubeeren aus. Jeder konnte nun bei Jedem mal kosten und sich sein Urteil bilden. Geschmeckt haben alle Torten.

 

Nachmittagskaffeetafel mit frischer Erdbeertorte 

Anschließend machten wir noch einen kleinen Spaziergang entlang der Müggelspree bis zum Müggelsee und wieder zurück. Inzwischen wieder hungrig geworden, konnte der bootshauseigene Grill angeworfen werden. Nach dem Abendbrot tauchte dann wieder Hendrik auf und brachte eine Überraschung mit. Hendrik ist nämlich Hobbyimker und Vorsitzender vom Imkerverein Köpenick (http://imkerverein-koepenick.de/) und beliefert unsere Sportfreunde schon viele Jahre mit dem Ergebnis seiner fleißigen Bienchen. Er hatte einige Gläser Honig mitgebracht und während er begeistert von seinen Bienen erzählte, ließ er uns von den verschiedenen Honigsorten kosten, die er ebenfalls ausführlich beschrieb. In der direkten Honigverkostung erschmeckten auch die ungeübten Zungen die Unterschiede zwischen Raps-, Linde, Frühtracht-, Robinien- und Kastanienhonig. Leider hatten auch seine Bienenvölker den Winter nicht schadlos überstanden, aber seinen Sportfreunden konnte er doch noch einige Gläser frischen Rapshonig verkaufen. Vielen Dank Hendrik, haben wir wieder was gelernt.

Am Sonntag ging es dann gegen 10.00 Uhr auf den 20 km langen Rückweg. Die Fahrtenleiterin hatte einen sehr guten Draht zu Petrus. Der allzu starke Wind des Vortages hatte sich gelegt, und bis zum Bootshaus schien  die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Leider verführte das schöne Wetter auch unzählige Motorbootfahrer, die über die Seen ohne Rücksicht auf ein paar Paddler bretterten. Und so schwappten einige Wellen in unsere Boote und nässten uns gehörig ein, denn wer will schon bei schönem Wetter mit Spritzdecke fahren. Liebe Motorbootfahrer, nicht nur euer Geknatter ist nervig, sondern auch eure Rücksichtslosigkeit. Die schönste Strecke war  die kurze Fahrt durch den für Motorboote gesperrten Gosener Graben. Zur Mittagszeit machten wir am Seddinwall noch eine kurze Pause.

 

 Im Gosener Graben 

Gegen 14.00 Uhr legten wir dann nach 20 km wieder an unserem Bootshaus an. Da unsere Jungerwachsenen nun auch schon alle über die 50 sind, sollten wir eine unserer ältesten Traditionsfahrten ab der 38. vielleicht doch in Erdbeertortenfahrt umbenennen (oder wir werben mal einige junge Leute)?

 

 Jungfernfahrt bravurös überstanden

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