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Vielen Dank ihr Wetterexperten, nicht einmal für 24 Stunden könnt ihr einen exakten Wetterbericht liefern. Es sollte während unserer diesjährigen Frühjahrswanderung mindestens bis gegen Mittag leicht regnen. Zum Glück haben sich 20 Sportfreunde von dieser unfreundlichen Prognose nicht abhalten lassen und reisten auf den großen Parkplatz an der Silberberger Straße in Bad Saarow an.

 Treffpunkt Parkplatz Bad Saarow

Hatte es bei der Anfahrt noch leicht geregnet, blieb es ab 10.00 Uhr für die Zeit unserer gesamten Wanderung bis zur Heimfahrt niederschlagsfrei. Auch die bittere Kälte der vergangenen Tage war einer angenehmen Wandertemperatur gewichen.

Unmittelbar hinter dem Parkplatz führte der Weg in den Wald und alsbald erreichten wir das Gebiet der ehemaligen Tongruben.

Die ehemaligen Tongruben

Das Gelände ist heute wegen des damaligen Tonabbaus zur Ziegelherstellung sehr zerklüftet. Schluchten und Senken entstanden, die inzwischen  mit Wald bewachsen und zu neuen, interessanten Biotopen geworden sind.  Sehr steil führt ein schmaler Pfad bergauf und –ab. Die ehemaligen Tongruben sind nach über 100 Jahren des Abbauendes nur noch zu erahnen.

Über verschlungene Pfade erreichten wir das Dorf Neureichenwalde. Bald konnten wir die asphaltierte Straße wieder verlassen und wanderten wieder über Waldwege zum Großen Kolpiner See. Um den 23 ha großen See gibt es einen Rundwanderweg, wir aber machten nur eine kleine Imbisspause an der Badestelle am Ostufer. Der See war zwar noch eisbedeckt, aber bei einigen Versuchen erwies es sich doch bereits als sehr brüchig.

 Am Kolpiner See

Frisch gestärkt wanderten wir von nun an nur bergauf, nämlich von 51 m über NN auf 154 m über NN. Jörg war so überanstrengt, dass er meinte, wir seien schon über 500 m. Aber da  die 103 Höhenmeter auf eine Länge von 5,7 km zu bewältigen waren, betrug die durchschnittliche Steigung nur 0,55 %, trotzdem wurde uns ganz schön warm. Alsbald erreichten wir den Naturlehrpfad. Hin- und wieder befindet sich jetzt eine Tafel, die auf Besonderheiten hinweist.

 

 

Dass hier vor über 100 Jahren einmal Braunkohle und zwar hauptsächlich unter Tage abgebaut wurde, war wohl für die Meisten von uns auch neu. Endlich hatten wir die Markgrafensteine erreicht. Inzwischen war es etwa halb Zwei und einige hatten doch schon einen gewaltigen Hunger. So wurden erst mal alle Sitzgelegenheiten gestürmt und die mitgeführten Imbisspakete verzehrt.

 

Picknick an den Markgrafensteinen

Als alle satt und auch etwas ausgeruht waren, besichtigten wir die die beiden größten Findlinge der Mark Brandenburg -  den Kleinen und Großen Markgrafenstein. Beide Findlinge bestehen aus etwa 1,2 Milliarden Jahre alten roten Karlshamn-Granit und kamen während der  Eiszeit  mit dem Inlandeis aus Schweden aus der Gegend von Karlshamn, das ist etwa 450 km Luftlinie entfernt.  Diese gewaltigen Granitfindlinge hatte die Saale oder Weichseleiszeit  bis auf den Sandberg in den Rauenschen Bergen transportiert.   

Der Kleine Markgrafenstein hat ein Volumen von 180 m3 und eine Masse von etwa 280 t.

Ute, Nicole und Ralle vor dem Kleinen Markgrafenstein

Der Große Markgrafenstein   wurde auf ein Gewicht von 700 bis 750 Tonnen geschätzt. Dieser Findling hatte vor der Absprengung von Teilen des Gesteins die folgenden Maße: Volumen rund 250 m³, Länge 7,8 Meter, Breite 7,5 Meter, Höhe 7,5 Meter.

Aus einem Teil des Großen Markgrafensteins wurde die vor dem Alten Museum im Lustgarten in Berlin stehende Granitschale gefertigt. 1827/1828 wurden mehrere Scheiben des Steins mit Eisenkeilen abgespalten. Aus dem Mittelstück wurde vor Ort grob eine 70 bis 80 Tonnen schwere Schale gefertigt. Zum Transport an die Spree wurde eine Trasse angelegt, die heute noch deutlich erkennbar ist. Die Schale wurde mit einem Lastkahn bis nach Berlin gebracht. 

  Der Große Markgrafenstein

 Die Wanderer vor dem Kleinen Markgrafenstein

Unsere Wanderleiterin Beate hatte zu 15.00 Uhr in Bad Saarow Plätze in einer Gaststätte bestellt. So drängt leider die Zeit etwas und wir können die sich unmittelbarer Nähe befindlichen Sehenswürdigkeiten, wie den Steinernen Tisch, die von 1954 bis 1988 in Betrieb befindliche Sprungschanze und den Aussichtsturm nicht mehr aufsuchen. Also machen wir uns auf den Rückweg nach Bad Saarow und treffen zur vereinbarten Zeit in der Gaststätte ein.

Als wir alle wieder in unseren Fahrzeugen saßen und heimwärts fuhren, begann es zu regnen. Beate, wie hast Du das hinbekommen, dass es genau während unserer Wanderung trocken blieb?

 

 

 

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