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Am 17.10.2015 brachen 10 Ruderer zu einer Wanderrudertour zum Mellensee auf. Die mittelfristige Wettervorhersage verhieß nichts Gutes, es sollte länger anhaltend regnen. Doch diese pessimistische Aussicht löste sich am Sonnabendmorgen beim Treffen am Steg im Wohlgefallen auf: Bedeckt aber trocken, und so blieb es auch. Am Sonntag zeigte sich sogar die Sonne!

Die Strecke führte vom SCBG über den Zeuthener See, Königs Wusterhausen, den Nottekanal, Mittenwalde, Zossen zum Mellensee. Ab Hafen Königs Wusterhausen kannten alle Teilnehmer die Strecke noch nicht. Der dort beginnende Nottekanal präsentierte sich als recht schmales, von großen, bunten Laubbäumen gesäumtes Gewässer, lange Abschnitte schnurgerade durch die Landschaft führend, streckenweise vom Schilf soweit eingeengt, dass man gerade noch so rudernd dazwischen passt, an einigen Stellen aber auch noch schmaler, so dass wir mit "Ruder lang" durch die Engstellen hindurch trieben.

Besonders herausfordernd: Auf einem 50 m langen Abschnitt stauten sich vor einem umgestürzten Baum Zweige, Laub, Entengrütze und andere organische Stoffe, verdichtet zur zähen Pampe, die den Kanal auf ganzer Breite versperrte.

An Rudern war nicht mehr zu denken. Wir drückten uns mittels Paddelhaken und Skulls und behutsamen Zügen durch die dicke Suppe. Statt Wasser zu fassen suchten wir geeignete Weichstellen, um uns dort abzudrücken. Nach jedem Zug umschlang allerhand Gewächs die Blätter. Aber wir schafften es ohne Blessuren und in überschaubarer Zeit.

Drei Schleusen galt es zu passieren: Königs Wusterhausen, Mittenwalde und Mellensee. Der regelmäßige Schleusenbetrieb war schon eingestellt, aber unsere Fahrtenleiter Adrian B. und Tilman R. hatten vorgesorgt und mit den Schleusenmeistern individuelle Schleusenzeiten für uns vereinbart. Das klappte prima und ging flott. 

Der Mellensee lag spiegelglatt vor uns und wir erreichten Klausdorf am Mellensee gegen 17 Uhr. Eine weitere Herausforderung: Ausstieg und Boote an Land bringen ohne Steg, eine kleine Steilböschung und eine kurzer Strand mussten dafür herhalten.

Die Gaststätte und Pension "Zur Heimat" beherbergte uns gut und bekochte uns zum Abendbrot köstlich.

Die Rücktour begann (für manche) bereits vor dem Aufstehen gegen 9 Uhr, das bedeutete: Zu Zeiten tiefster Nachtruhe (um 7 Uhr) bereits frühstücken und dann zu den Booten aufbrechen, die ca. 1 km entfernt von der Pension auf dem örtlichen Festplatz lagen. Im Nottekanal dann ließen einige Sonnenstrahlen das Laub grellbunt erstrahlen, das machte die Kanalfahrt noch reizvoller. Gegen 16 Uhr endete die Tour beim SCBG. Eine landschaftlich reizvolle, steuertechnisch anspruchsvolle Tour, die Dank der guten Vorbereitung unserer Fahrtenleiter Adrian B. und Tilman R. perfekt gelang! Herzlichen Dank für die gute Organisation!

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