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Nein, unsere letzte Wanderfahrt führte uns nicht in die Nordkurve des Nürburgrings – die „Grüne Hölle der Eifel“. Wir hatten die grüne Hölle live und in Farbe, auf dem Weg von Grünau zum Mellensee. Und es war gar nicht höllenartig, sondern abwechslungsreich, harmonisch und schön.

Tilman hatte freundlich die 2-tägige Fahrt – 78 km, Übernachtung in „Der Heimat“ – ausgeschrieben …und 3 komplette 5-er Besatzungen folgten dem Ruf, darunter auch einige wackere Newbies aus dem Jahr 2017/2018, was sehr erfreulich war.

Wir starteten am 18.08.2018 bei „ungewöhnlichem“ Wetter… bedeckter Himmel und angenehme 20 Grad, was in den letzten Monaten sehr selten geworden war. Eine gemütliche Tour über Dahme und Zeuthener See folgte, und nach dem Passieren der Schleuse Königs Wusterhausen sahen wir den Schlamassel: Spinat, wohin das Auge reicht. Der nun erreichte Nottekanal erstrahlte in tiefveganem Grün, und manche von uns begannen sich „echte“ Hackebeilchen zu wünschen. Aber nach Stärkung und aufmunternden Worten wagten wir es – ab in die Spinatschleuder! Und bei aufreißendem Himmel genossen wir den idyllischen Nottekanal – nur aufgehalten von neugierigen Schwanenfamilien, hartnäckigen Grünpartikeln und radlerhaltigen Erholungspausen.

Später als gedacht erreichten wir den Mellensee und den vorbereiteten Anlegeplatz eines Kanuvermieters ohne Kanus – auch diese Herausforderung meisterten wir irgendwie. Während manche noch ein Bad im See nahmen, erprobten die anderen bereits die Mehrbettzimmer der „Heimat“ – bis sich dann alle im Garten zu Schnitzel, Nudeln und Salat sowie etlichen Bieren, Radlern und Weinchen trafen. Viertel vor 12 war aber Schicht im Schacht – auch für die Geübten unter den WanderruderInnen war Erholung angesagt.

Am Sonntag ging es – mit im umgekehrten Fall auch wieder etwas holprigem Ablegen – bei höheren Temperaturen und ungetrübter Sonne zurück in die Entengrütze. Gemeinsam mit vielen Enten, Schwänen und Grünzeug trieben wir über den Nottekanal, unterbrachen für Eis und Kuchen und Schleusen und Durchpusten unser Rudern gern einmal und schunkelten zurück gen Heimat.

Bemerknisse:

  • Tilmans Checkliste vor dem Zu-Wasser-Lassen der Boote am Samstag war super
  • Eva kann auch nach 70 Kilometern noch lange Yoga-Kopfstände vor staunenden RuderInnen präsentieren
  • Geschlossenen Gesellschaften sind nicht für alle Kneiper ein Grund, RuderInnen nicht wenigstens mit Radler und Weißbier zu versorgen (auch in ostdeutschen Kleinstädten nicht)
  • Schwäne schwimmen IMMER in der Fahrtrinne und fauchen gern vor sich hin, wenn sie zu wenig Platz haben
  • Enten können auf Entengrütze laufen
  • 15 RuderInnen können in Schleusen so richtig laut hurraen. Da guckt die Kleinstadtbevölkerung!
  • Schwierige Anlege- und Ablegesituationen lassen den Genervtheitslevel kurzfristig steigen (aber sind erstmal alle rein oder raus, isses wieder schön)
  • Der Schubverband „Ostmark“ im Industriehafen von Königs Wusterhausen ist entweder schwer revisionistisch oder schwer DDR-nostalgisch (dass er unter polnischer Flagge fährt, macht das Rätsel nicht einfacher)
  • Tilman was als Fahrtenleiter überhaupt und ganz und gar super

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