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Vor den Toren Berlins, keine 20 km von der Stadtgrenze entfernt, befindet sich eines der schönsten Gewässer unserer Umgebung. Es ist die Müggelspree, unter Kanuten auch die Alte Spree genannt. Am Wehr und der ehemaligen Schleuse Große Tränke zweigt die Müggelspree vom Oder-Spree-Kanal ab und fließt nahezu naturbelassen und unablässig mäandrierend in westliche Richtung und mündet bei Erkner in den Dämeritz-See. Einmal im Jahr haben wir deshalb diese Fahrt in unserem Fahrtenprogramm. Entgegen sonstigen Gepflogenheiten, alle Fahrten von einem Standquartier zu realisieren, muss bei dieser Fahrt alles was für eine einmalige Übernachtung gebraucht wird, im Boot verstaut werden.

Seit einigen Jahren ist Ralle hier der Fahrtenleiter. Vorbildlich organisiert er die erforderlichen Pendelautos, lässt in der Jägerbude, ein Restaurant am unteren Ende der Müggelspree, Plätze reservieren und informiert am Ziel den Kanuverein Erkner, damit wir am Sonntag alles wieder verladen können.

Als Fortsetzung der Haveltouren von Himmelfahrt in Brandenburg weilten wir eine Woche später beim Rathenower Kanuverein. Der Verein ist wieder Kanustation. Er hat eine kleine Küche und ordentliche Sanitärräume. Für die Zelte und Wohnwagen steht eine große, meist schattige Wiese zur Verfügung. Außer uns kamen an jedem Abend noch ein paar „echte“ Wasserwanderer vorbei, die über Pfingsten eine längere Gepäckfahrt auf der Havel durchführten.

An Pfingstsonnabend sollte es havelaufwärts bis zum Premnitzer Kanuverein gehen, da dieser Verein eine Gaststätte auf seinem Gelände hat. Eine telefo-nische Anfrage misslang leider, da die Rufnummern im Jübermann-Atlas inzwischen überholt sind. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto ging es dann pünktlich um 10.00 Uhr in die Boote und schon bald waren wir von der Stadthavel in die hier schon ansehnliche breite Havel eingebogen.

Es ist schon einige Jahre her, dass wir das letzte Mal in Brandenburg waren. Wir fanden, na ja, fast freundliche Aufnahme beim Kanuverein Stahl Beetzsee Brandenburg. Und als am Donnerstagmorgen alle angereist waren, starteten 24 Sportfreunde wohl versorgt mit hochprozentigen Getränken in Richtung Radewege. 

Passend zur Himmelfahrt waren die Eis“heiligen“ zurückgekehrt. Nach der ersten kalten Nacht musste man sich einfach von außen (dicker Pullover) und innen („heiße“ Getränke) wärmen. Nach 6 km und fast zwei Stunden Bummelfahrzeit landeten wir an der inzwischen von Anja ausgekundschafteten Badestelle in Radewege an. 

Die 35. Wildwasserfahrt auf erzgebirgischen Wildflüssen fand vom 16.03. bis 19.03.2012 statt. Die LKV-Fahrt stand unter Leitung des Sportclubs Berlin-Grünau. Der Ausschreibung waren 13 Vereine, Einzelmitglieder der LKV und Nichtorganisierte mit insgesamt 33 Sportfreunden gefolgt (davon 21  Sportfreunde vom LKV Berlin und vom LKV Brandenburg). Die Sportfreunde waren in der Jugendherberge Wolkenstein untergebracht.

Aufgrund der Schneeverhältnisse in den Kammlagen und des einsetzenden Tauwetters in Monatsmitte waren gute bis sehr gute Wasserstände auf einigen Flüssen zu verzeichnen. Die Rückfallebene des Zuschusswassers auf der Flöha brauchte deshalb nicht genutzt zu werden. Darüber hinaus war es am Samstag mit ca. 19 Grad sehr warm. Auch am Sonntag war es noch sehr warm. Zum Montag hatte es erheblich abgekühlt. 

Es war kein richtiger Winter, trotz zwei Wochen knackiger Kälte, aber der Frühling wollte auch noch nicht so richtig kommen. Das Radio hatte für den Sonnabend auch nur Regen angekündigt, was für Berlin beim Losfahren durchaus zutraf.

Aber am Startort in Bestensee  reisten bis 10.30 Uhr 19 Sportfreunde an, einer sogar mit dem Zug, auch das geht. Es wäre allerdings schön, wenn sich alle Teilnehmer vorher ordentlich beim Fahrtenleiter melden würden, damit man auch auf evtl. Nachzügler noch warten kann (so musste z. B. am geschlossenen Bahnübergang recht lange gewartet werden).

Pünktlich wanderten wir also los. Holger war die Strecke schon einmal abgewandert und hatte die Strecke im GPS-Gerät einprogrammiert. Das war aber auch notwendig. Die heutige Wanderung führte durch ein völlig touristisch unerschlossenes Gebiet. Es gab überhaupt keine markierten Wanderwege. Zuerst ging es über viele Straßen (gefühlt kreuz und quer) durch Bestensee. Hier im Speckgürtel ist wahnsinnig viel gebaut worden. Überall stehen neue Einfamilienhäuser. Also außer Paddeln scheint es noch andere Hobbys zu geben. Nach einer Stunde hatten wir die letzten Häuser von Bestensee hinter uns und waren am Ufer des Pätzer Hintersee.

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